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13.12.2011

15:17 Uhr

Steuerhinterziehung

Ex-Modell Nadja Auermann muss Geldstrafe zahlen

Sie beteuerte stets ihre Unschuld - aber das Berliner Gericht wollte ihr nicht glauben: Ex-Top-Modell Nadja Auermann ist wegen Steuerhinterziehung zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Ihr Ex-Mann wurde freigesprochen

Nadja Auermann muss wegen Steuerhinterziehung 90.000 Euro zahlen. dpa

Nadja Auermann muss wegen Steuerhinterziehung 90.000 Euro zahlen.

Berlin Das ehemalige Top-Model Nadja Auermann muss wegen Steuerhinterziehung eine Geldstrafe in Höhe von 90.000 Euro zahlen. Das Amtsgericht Tiergarten ist überzeugt davon, dass die 40-Jährige zwischen 1999 und 2002 ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland hatte und zugleich keine Steuern zahlte. Auf den zeitlichen Umfang des Aufenthaltes kommt es nach Auffassung des Gerichtes nicht an. Es sei ausreichend, wenn Räume zum dauerhaften Wohnen vorhanden gewesen seien, hieß es am Dienstag in der Begründung zu dem Urteil. Der Steuerschaden beträgt 272.000 Euro.

Der mitangeklagte Ex-Mann des Models, der Schauspieler Wolfram Grandezka, wurde freigesprochen. Hintergrund der Anklage ist Paragraf acht der Abgabenordnung. Danach hat „jemand einen Wohnsitz dort, wo er eine Wohnung unter Umständen innehat, die darauf schließen lassen, dass er die Wohnung beibehalten und benutzen will“.

Steuerhinterziehung: Nadja Auermann: „Ich bin unschuldig.“

Steuerhinterziehung

Nadja Auermann: „Ich bin unschuldig.“

Ex-Topmodel Nadja Auermann soll einen Wohnsitz in Deutschland gehabt haben, ohne dafür Steuern zu zahlen - so der Vorwurf, dem sie sich nun vor Gericht stellen muss. Doch das Mannequin plädiert auf unschuldig.

In dem seit Mai laufenden Verfahren hatte Auermann stets ihre Unschuld beteuert. Sie gab an, ein Haus in Köpenick im Jahr 1998 nur als Investition erworben zu haben und erst im Sommer 2002 mit ihrer Familie von Monaco nach Deutschland gezogen zu sein. Sie habe in das Haus nie einziehen wollen, sagte sie. Außerdem sei es in dem betreffenden Zeitraum eine „ewige Baustelle“ gewesen. Die Verteidigung hatte erwartungsgemäß einen Freispruch beantragt und von einem „ungerechtfertigten“ Vorwurf gesprochen.

Mit dem Urteil folgt das Gericht dem Antrag des Staatsanwalts. Seinen Verdacht sah der Ankläger in dem Kauf der Villa bestätigt. Seiner Ansicht nach hatte Auermann das Haus nicht nur als „Renditeobjekt“ erworben, sondern, um ein Heim für sich und ihre Familie in Berlin zu schaffen. Entscheidend sei nicht, wie oft sich das Model in dem Haus aufgehalten habe, argumentierte der Ankläger, sondern dass es eine Wohnung sei, die man „stetig nutzen kann“.

Von

dapd

Kommentare (4)

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Charbonnier

13.12.2011, 16:53 Uhr

Wieder eine "Prominente", die ihren Hals nicht voll kriegen kann!

Mazi

13.12.2011, 22:29 Uhr

"Es sei ausreichend, wenn Räume zum dauerhaften Wohnen vorhanden gewesen seien, hieß es am Dienstag in der Begründung zu dem Urteil."

Die armen Männer in Berlin. Droht Ihnen jetzt auch noch der Prozess wegen Vergewaltigung? Nicht das "die Männer" das tatsächlich getan hätten. Nein, weil die Vorrichtungen "vorhanden gewesen seien". Sie hätten es tun können.

Solche Urteile haben nichts mehr mit Rechtsstaatlichkeit zu tun.

Mazi

13.12.2011, 22:37 Uhr

Frau Auermann wurde vom Gericht an den öffentlichen Pranger gestellt. Es hat nur noch die Angabe ihrer Körpergröße gefehlt.

Wäre es nicht richtig, das gesamte Urteil mit dem Namen des Richters unter Nennung seiner Schlafstätte zu veröffentlichen. Nicht das der Richter dort täglich übernachten muss. Nein, es sei ausreichend, wenn diese Räume zum dauerhaften Wohnen vorhanden gewesen seien.

Das war kein Urteil, auf das die Jurisiten stolz sein müssen. Es beschämt die ganze Gilde und das Ansehen unseres Rechtsstaates. Mit Sicherheit hat "der" auch noch gesagt: "Im Namen des Volkes". M.E. eine Anmaßung.

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