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12.01.2007

07:35 Uhr

Südafrika hautnah

Im Galopp zur Giraffe

VonSimone Spohr

In der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal ist Naturerleben ein spektakuläres Abenteuer. Denn wer sich bei den Reise-Safaris umsichtig verhält, kann Giraffen, Flusspferde und Krokodile aus nächster Nähe beobachten.

Hat keine Angst vor Touristen: Nilpferd in Südafrika.

Hat keine Angst vor Touristen: Nilpferd in Südafrika.

Scheinbar endlos reihen sich die Hügelketten und verlieren sich in einem blassen Taubenblau. Wie zu einem Gemälde setzt der afrikanische Frühling nach dem Regen der Nacht gelbe und violette Blütentupfen in die Landschaft. Ort der Geburt des Himmels nennen die Einheimischen diese malerische Landschaft - KwaZulu-Natal.

Dieser Geburtsort breitet sich über eine Fläche aus, die genug Platz für Bayern und Hessen zusammen hätte. Er ist die drittgrößte Provinz Südafrikas, trotzdem leben dort nur 9,4 Millionen Menschen, allein zwei Millionen in der größten Stadt, Durban. Die Sandstrände nördlich und südlich von Durban sind beliebte Ferienziele. Doch das Hinterland ist spektakulärer.

Hinter den flachen Küstengebieten geht es durch hügelige Ebenen zu den Drakensberge im Westen und den Limpopo Bergen im Norden. Dort kann es im Winter sehr trocken und recht kalt werden. Auch Schnee ist keine Seltenheit.

Südlich der Limpopo Berge, nicht weit entfernt von der Grenze zu Swasiland liegt in 750 Metern Höhe die Lodge des "Pakamisa Private Game Reserve". Die Hotelbesitzerin Isabella von Stepski hat dort begonnen, Pferde zu züchten. Und von der Lodge aus werden täglich Reitsafaris organisiert. Ohne Murren dulden die Vollblutaraber und Araberkreuzungen auch weniger Erfahrene auf ihren Rücken.

Im Tal glitzert der Fluss. Vorsichtig lugt ein Impala hinterm Busch hervor, dann noch eins, schließlich stakst eine Herde hellbrauner Winzigantilopen über das gelbliche Savannengras. Die innere Uhr tickt bald im Rhythmus der Pferde und auf ihrem rücken scheint man nicht länger Beobachter der Szenerie, sondern Teil des Ganzen. Auch wenn es zunächst ungewohnt und auch ein bisschen aufregend ist, ohne scheinbar schützende Blechhaut in ein Reservat zu reiten, in dem es auch Leoparden gibt.

Über den Baumwipfeln recken sich lange Hälse empor, große dunkle Augen beobachten die Gruppe. Ein Giraffenmännchen schaut aufmerksam herüber, während sich die beiden hellbraun-gefleckten Giraffendamen beim Äsen nicht stören lassen. In der schützenden Nähe der Mutter hält sich ein Junges noch auf recht wackeligen Beinen. Bis auf wenige Meter können wir an die Tiere heranreiten. Minutenlang verharren alle fast reglos, dann bricht der Zauber und die Giraffen galoppieren anmutig davon.

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