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14.04.2014

12:06 Uhr

Teststrecke Frankfurt-Tokio

Lufthansa führt Gepäckschild zum Selbstdruck ein

Der Kofferanhänger von der Dame am Check-In-Schalter könnte bald ausgedient haben: Die Lufthansa testet einen Baggage Tag zum Selbstausdrucken. Auch andere Airlines setzen auf mehr Eigeninitiative ihrer Kunden.

Selbstausgedruckt soll Zeit und Personal sparen: Ein HomeTag-Kofferanhänger von Lufthansa. Foto: PR/Lufthansa

Selbstausgedruckt soll Zeit und Personal sparen: Ein HomeTag-Kofferanhänger von Lufthansa.

Foto: PR/Lufthansa

DüsseldorfDas Baggage Tag, geklebt um den Koffergriff, könnte bald der Vergangenheit angehören. Das zu Hause selbstausgedruckte Flugticket ist längst Gang und Gäbe, jetzt führt die Lufthansa noch einen weiteren Schritt bei Online-Check-in von zu Hause oder aus dem Büro ein.

Künftig sollen Passagiere dabei auch schon ihren Gepäckstreifen erhalten. Bisher haben das die Airline-Angestellten am Schalter übernommen. Mehr Verantwortung für den Kunden, aber auch mehr Freiraum für die Reisenden – und weniger Personalaufwand und -kosten für die Lufthansa.

Was die Lufthansa beim Service verbessern will

Bodenservice

Problem: Check-in-Schalter wirken billig, nach der Ankunft oder beim Umsteigen ist die Betreuung dürftig.

Abhilfe: Schönere Schalter, mehr Personal

Vor dem Flug

Problem: Nicht überall können Vielflieger und Gäste der First und Businessclass eine bevorzugte Sicherheitskontrolle nutzen.

Abhilfe: Bald fast überall Fast Lane

Warteräume

Problem: Die Lounges der Businessclass sind oft überfüllt und bieten zu wenig Abwechslung bei der Verpflegung.

Abhilfe: Mehr Auswahl bei den Speisen

Sitze

Problem: Die Sessel der neuen Businessclass bieten wenig Fußraum, die Fensterplätze keinen freien Zugang zum Gang.

Abhilfe: Nichts geplant

Bordservice

Problem: Es dauert lange, bis das Essen serviert wird, und der Service ist oft unpersönlich.

Abhilfe: Die Flugbegleiter werden besser geschult und von Routinejobs entlastet

So testet die Lufthansa derzeit auf der Strecke Frankfurt-Tokio/Narita den sogenannten „HomeTag“ zum Selbstausdrucken. Wer online eincheckt erhält zusätzlich zu Online-Bordkarte dieses Label für Hin- und Rückflug. Es enthält Informationen wie Flugstrecke, Name des Passagiers und die Gepäckstücknummer auch als Barcode.

Der Tag funktioniert anders als der der bislang am Schalter ausgegeben wird nicht mit Klebstoff: Am Flughafen bekommen die Selbstausdrucker spezielle „HomeTag“-Halter, die sie am Gepäck befestigen und in den sie ihren Ausdruck hineinlegen. Sollte der beschädigt werden, können die relevanten Daten zusätzlich mit Hilfe eines QR-Codes nachvollzogen werden.

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