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09.01.2010

16:45 Uhr

Tiefdruckgebiet

„Daisy“-Chaos bleibt aus

Das Tief "Daisy" ist am Samstag mit starken Schneefällen und Sturm über Deutschland gezogen, das befürchtete Schneechaos blieb aber aus. Flughäfen meldeten allerdings Hunderte Flugausfälle und Verspätungen. Auch Bahn - und Straßenverkehr wurden beinträchtig.

HB BERLIN. Am Nachmittag lag das umfangreiche Schneegebiet über dem Nordwesten sowie über weiten Teilen Ostdeutschlands. Für das Bergland und die Ostseeküste wurde Sturmwarnung ausgegeben. Die starken Schneefälle und Schneeverwehungen sowie extreme Glätte und starke Sturmböen sorgten für zahlreiche Verkehrsbehinderungen. Hunderte Flüge wurden gestrichen oder konnten erst mit Verspätung starten. Auch im Bahnverkehr gab es vereinzelt Zugausfälle und zahlreiche Verspätungen.

Auf den Autobahnen floss der Verkehr, wenn auch in manchen Gebieten zähflüssig, insbesondere bei starkem Ferien-Rückreiseverkehr. In Baden-Württemberg war ein Autobahn-Grenzübergang nach Frankreich vorübergehend geschlossen worden. Die Zahl der Verkehrsunfälle blieb nach Angaben der Lagedienste "erfreulich gering". Es seien nur wenige Menschen schwer verletzt worden, hieß es in einer Zwischenbilanz am Samstag Nachmittag. "Das ist im Grunde gar nichts. Von dem erwartenden Chaos kann Gott sei Dank nicht die Rede sein", sagte ein Polizeisprecher.

Langer Stau an Grenze zu Frankreich

Das Tiefdruckgebiet war in der Nacht über Süddeutschland gezogen. Dort rutschte am Freitagabend auf dem Flughafen Nürnberg eine Passagiermaschine vor dem Start von der Rollbahn. Verletzt wurde niemand. Die größten Verkehrsbeeinträchtigungen gab es auf der A5 in Baden-Württemberg. Dort baute sich an der Grenze zu Frankreich ein massiver LKW-Stau auf, weil die französischen Behörden den Übergang Neuenburg schlossen. Am Morgen warteten laut Autobahnpolizei über 500 Lastwagen darauf, ins Nachbarland einreisen zu können. Die späten Vormittag wurde der Grenzübergang aber wieder geöffnet, so dass der Kilometerlange Stau sich am Mittag aufgelöst hatte.

Am Samstag vormittag lag die Schneefront dann über der Mitte Deutschlands, im Süden hörte der Niederschlag auf, der bis zu 15 Zentimeter und damit deutlich weniger Neuschnee als erwartet brachte. Am Nachmittag schneite es noch besonders in den nördlichen Mittelgebirgen und in Ostdeutschland. Für diese Gebiete galten weiter Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes. Im Ostharz wurden mehrere Landesstraßen wegen Schneeverwehungen und Eisglätte gesperrt.

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