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14.01.2007

07:01 Uhr

Unterwegs in Peru

Machu Picchu – das Mirakel

VonHans-Ulrich Dillmann

Vor knapp 100 Jahren wurde die Ruinenstadt Machu Picchu entdeckt. Doch bis heute konnten die Wissenschaftler nicht herausfinden, warum die Inkas diese Stadt gebaut und bereits kurze Zeit darauf wieder verlassen haben.

Langsam lichtet sich der Morgennebel. In 2500 Metern über dem Meeresspiegel werden schemenhaft dicke Mauerruinen sichtbar. Auf dem satten, mit Morgentau benetzten Gras äsen zwischen den ehemaligen Gebäuden friedlich braun- und weißfellige Lamas.

Die Ruinenstadt Machu Picchu liegt dem Besucher im Dunst zu Füßen. Auf dem oberen Aussichtsplateau haben sich Besucher aus aller Welt versammelt: israelische Rucksacktouristen mit Trekkingsandalen und Haarzöpfchen; Touristen aus den USA, die die Nacht in der gleich am Eingang gelegenen Nobelherberge "Machu Picchu Sanctuary Lodge" verbracht haben, eine Gruppe deutscher Peru-Besucher, die mit Wanderschuhen und Walkingstöcken auf dem Camino Inka, dem Inka-Weg, gekommen sind, um vom Sonnentor weit oberhalb der antiken Bergfestung nur verhüllende Dunstschwaden vorzufinden.

"Machu Picchu muss der Mensch in seinem Leben gesehen haben", sagt ein Professor aus Houston. "Ich war schon drei Mal hier. Ich bin immer wieder tief beeindruckt." Die ehemalige Inka-Stadt wurde vor knapp hundert Jahren wieder gefunden und von der Unesco 1983 zum Weltkulturerbe erklärt.

Etwa 300 Trekking-Touristen lässt die Naturschutzbehörde täglich den Wanderweg benutzten, begleitet von einem 200-köpfigen Heer von Maultiertreibern, Gepäckträgern und Köchen. Eine viertägige Wanderung auf den Spuren des Chasqui, des Inka-Stafettenläufers, vorbei an blühenden Bergwiesen und wild rauschenden Bergflüssen. Über Treppenstufen, Stege, Hängebrücken und Wegtunnel, die noch von den Inkas angelegt wurden, geht es vorbei an den kleineren Ruinenstätten Runqurakay, Phuyupatamarca und Wiñay Wayna und über den knapp 4200 Meter hohen Huarmihuanusca-Pass zur "Stadt in den Wolken".

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