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30.06.2012

17:02 Uhr

Urlaubs-Start

„Deutsche sind trinkfest, weil sie so groß sind“

Sie reden laut im Restaurant, sind blonde Hünen und Hasselhoff-Fans: Vom merkwürdigen Verhalten deutscher Touristen, von aussterbenden und fortbestehenden Klischees und Merkels Anteil am Bild der Deutschen im Ausland.

Die Ballermann-Touristen aus Deutschland haben in Spanien einen schlechten Ruf. picture alliance/dpa

Die Ballermann-Touristen aus Deutschland haben in Spanien einen schlechten Ruf.

Madrid/Mailand/London/Washington/Paris/AthenDeutscher Urlauber im Krisen-Ausland sein ist nicht leicht: Gerade beginnen sie im Ausland das Bild vom Socken-in-Sandalen-Touri abzubauen und sind laut einer Umfrage von TNS Infratest nach den Japanern und Briten sogar schon die beliebtesten Touristen weltweit, da kommt die EU-Krise dazwischen.

Gerade in arg von Schulden gebeutelten Ländern wie Italien und Irland, müssen sich die Deutschen auf Seitenhiebe in Bezug auf Angela Merkel gefasst machen. Jenseits des Atlantiks ist das Bild der Deutschen weitaus positiver als früher. Und das trotz oder sogar wegen Kanzlerin Merkel.

Spanien

Die Spanier sind stolze, aber auch sehr großzügige Menschen. Zwar erfreut sich die deutsche Regierung seit der erneuten Zuspitzung der Schuldenkrise nicht gerade großer Beliebtheit, doch die deutschen Besucher der iberischen Halbinsel bekommen das nicht zu spüren. 

Deutsche bildeten im vergangenen Jahr die zweitgrößte Touristengruppe im iberischen Staat. Mehr als neun Millionen Deutsche kamen nach Spanien und gaben dort 8,9 Milliarden Euro aus.

Die wenigsten Einheimischen sprechen Fremdsprachen, daher ist der Kontakt zu den Touristen begrenzt. Solange sie nicht auffallen, kümmert man sich nicht weiter um sie, kommentiert allenfalls beiläufig ihre Kleidung, ihre Statur oder Haarfarbe. 

Abgesehen von den auf Mallorca und anderen Inseln anzutreffenden, betrunkenen Horden junger Leute mit dem Bändchen ums Handgelenk, das sie als Konsument eines „All-you-can-eat-and-drink“-Pakets auszeichnet und zu Dummheiten wie dem sogenannten Balconing, dem Sprung vom Hoteldach in den Pool, verleitet, haben deutsche Urlauber einen guten Ruf.

Sie gelten als höflich und offen, die gern ein Volleyball- oder Fußballspiel am Strand mitspielen und während der Europameisterschaft auch schon mal das knallrote Trikot der spanischen Nationalelf anziehen, wenn ein Spanien-Spiel ansteht.

„Sie sind unheimlich trinkfest, wahrscheinlich weil sie so groß sind“, zeigt sich die 18-Jährige Maria-Jesus Fernandez nach ihrem jüngsten Strandurlaub auf Lanzarote beeindruckt. „Ich habe noch nie so viele große blonde Hünen auf einmal gesehen. Aber die meisten sind nett und unauffällig.“

Kommentare (21)

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aruba

30.06.2012, 17:52 Uhr

Guten Tag,.... Sehen Sie;... Ich habe 2 Paesse ( keiner ist Deutsch ) jedoch habe Ich jeden Tag mit den verschiedensten Nationen zu tun. Frueher wegen Geldgeschichten;.... heute sind die Fremden.... Touristen. Es gibt weder DEN Deutschen noch DEN Englischen oder DEN Amerikanischen Touristen. Jeder der Geld bringt ist willkommen. Die Russen sind mir nicht so lieb,... weil die Meisten dauern besoffen sind. Bei den Asiaten weiss mann nie so Recht was dahinter steckt. Ich habe den Vorteil dass Ich fast allen zuhoeren kann da Ich das Meiste verstehe;.... und kaum Einer glaubt Ich waere Deutscher oder gar Franzose,... dennoch habe Ich eine Franzoesiche Frau. Ich kann die Anderen also hemmungslos belauschen und aushorchen. Besten Dank

Touri

30.06.2012, 18:28 Uhr

Hallo Herr "aruba" (ANONYM),
ich würde Ihnen gern so zustimmen. Es gibt nicht DEN typischen Deutschen, Englänger usw. Dann hacken sie aber gleich auf den Russen und Asiaten rum. Das ist mehr als rassistisch! Mit so vielen verschiedenen Nationen können Sie also nicht zu tun haben.

Account gelöscht!

30.06.2012, 18:37 Uhr

Griechenland ist ein schönes Urlaubsland - aber ob da Deutsche noch willkommen sind - ich denk nicht.



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