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24.09.2011

10:42 Uhr

US-Krimi geht auf Sendung

Strauss-Kahn-Affäre liefert Drehbuchvorlage

Die Affäre um Dominique Strauss-Kahn sorgt für Inspiration bei den Autoren von US-Krimiserie „Law and Order“. Während der Entwicklung des Falls wurde das Drehbuch mehrfach umgeschrieben.

Die Affäre um Dominique Strauss-Kahn inspiriert Fernseh-Autoren. AFP

Die Affäre um Dominique Strauss-Kahn inspiriert Fernseh-Autoren.

WashingtonDer Fall Dominique Strauss-Kahn hat die Autoren der US-Fernsehserie „Law and Order: Special Victims Unit“ inspiriert. Am Mittwoch startete im Fernsehsender NBC eine neue Staffel der Serie mit einer Folge, in der laut vorab gezeigten Auszügen ein Diplomat beschuldigt wird, eine sudanesische Hotelangestellte sexuell belästigt zu haben. Demnach kommen jedoch Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Zimmermädchens auf - wie im Fall des früheren Chefs des Internationalen Währungsfonds (IWF). Während „DSK“ vor seiner Festnahme als aussichtsreichster Anwärter auf die Präsidentschaftskandidatur der französischen Sozialisten galt, wird der Diplomat im Film als künftiger italienischer Regierungschef gehandelt.

„Ein anderer DSK“ sagt einer der „Law and Order“-Polizisten, nachdem der von Schauspieler Franco Nero dargestellte Diplomat aus einem Flugzeug geholt wurde, mit dem er New York verlassen wollte. Strauss-Kahn war in einem Flugzeug festgenommen worden, mit dem er von New York nach Europa fliegen wollte. Der Inhalt der Folge sei frei erfunden, betonten die Produzenten.

Einer der Drehbuchautoren von „Law and Order“ verwies auf die Schwierigkeiten beim Verfassen der Geschichte, weil es im echten DSK-Fall mehrere Wendungen gab. Die Arbeit am Drehbuch sei irgendwann „ziemlich nervig“ gewesen, sagte Warren Leigh der Zeitung „New York Post“. Der ganze ursprüngliche Text habe umgeschrieben werden müssen. Die zum Teil auch in Deutschland laufenden „Law and Order“-Serien sind häufig an aktuelle Ereignisse angelehnt.

Die US-Justiz hatte ihr Strafverfahren gegen Strauss-Kahn wegen versuchter Vergewaltigung eingestellt, weil Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Hotelangestellten aufgekommen waren.

Von

afp

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