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22.01.2007

15:55 Uhr

Verkehrschaos droht

Schlichter soll Streik bei British Airways abwenden

Bei der British Airways stehen Streiks an, nachdem Gespräche mit der Fluggesellschaft über Lohn und Größe der Belegschaft gescheitert sind. Die Ausstände sind für die kommende Woche geplant und können zu erheblichen Beeinträchtigungen des Flugverkehrs führen.

HB LONDON. Die Vermittlungsgesellschaft Acas sei gebeten worden, an den Gesprächen mit der Gewerkschaft Transport & General (T&G) teilzunehmen, erklärte das Unternehmen. Ein Gewerkschaftssprecher sagte der BBC, die Flugbegleiter seien offen für Gespräche. Allerdings müsste in den kommenden 48 bis 72 Stunden eine Einigung erzielt werden, und einige der Verhandlungspunkte seien äußerst schwierig. „Wir werden Tag und Nacht verhandeln“, kündigte der Sprecher an.

BA-Chef Willie Walsh forderte die Gewerkschaften auf, zu verhandeln und nicht zu streiken. Die Gewerkschaft T&G hatte in der vergangenen Woche erklärt, 96 Prozent der bei ihr organisierten Flugbegleiter hätten für einen Streik gestimmt. Der Ausstand ist vom 29. bis 31. Januar geplant, zwei weitere 72 Stunden lange Streiks werden erwogen. Der Konflikt hatte sich an den Plänen von British Airways zur Altersvorsorge entzündet.

Bei T&G sind 10 500 der etwa 14 000 BA-Flugbegleiter organisiert. Nachdem bereits vor zwei Wochen eine Einigung in greifbare Nähe gerückt war, hatte die Streikankündigung am Sonntag die Hoffnungen auf eine einvernehmliche Lösung vorerst zunichte gemacht. T&G-Vizegeneralsekretär Jack Dromey sagte, es gelte jetzt, umgehend einige sehr schwierige Fragen zu klären. Dazu gehörten insbesondere unfaire Regelungen bei Krankheitsfällen.

Die Fluggesellschaft hat Kunden eine Umbuchung angeboten, die ein Flugticket für den Zeitraum 29. Januar bis 16. Februar gekauft haben. Die BA-Aktie gab am frühen Nachmittag stärker als das Marktumfeld um rund 0,9 Prozent auf 539 Pence nach.

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