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24.01.2007

15:30 Uhr

Viele Unfälle und drei Tote bei Schnee und Eis

Der Winter ist da

Schnee und Glatteis haben am Mittwoch zu Chaos auf den Straßen in Süddeutschland, Frankreich, Österreich und Tschechien geführt, Teile der Autobahnen 8, 9 und 81 mussten zeitweise sogar gesperrt werden. Auch die Flughäfen München, Stuttgart und Prag brachte der plötzliche Wintereinbruch aus dem Takt. Drei Menschen kamen in Bayern und Baden-Württemberg ums Leben. Ein Bilanz des Wintereinbruchs.

Besonders schwere Behinderungen gab es auf den Straßen Baden-Württembergs. Foto: dpa dpa

Besonders schwere Behinderungen gab es auf den Straßen Baden-Württembergs. Foto: dpa

HB MÜNCHEN/STUTTGART. Im Süden Deutschlands gab es mehrere hundert Unfälle und bis zu 25 Kilometer lange Staus, Autobahnen wurden gesperrt und im Elsass (Frankreich) wurde ein Fahrverbot für Lastwagen erlassen. Die Flughäfen Stuttgart und Prag-Ruzyne wurden in der Nacht gesperrt. Allein in Stuttgart saßen 1 000 Passagiere fest. Auch am Flughafen München verwandelten Schnee und Eis in der Nacht zum Mittwoch die Landebahnen in Rutschbahnen. Bis zum Morgen wurden 25 Starts und Landungen abgesagt, 35 weitere Flüge hatten Verspätungen von mehr als einer halben Stunde, wie Flughafensprecherin Erica Gingerich auf AP-Anfrage sagte.

In Teilen Österreichs und Frankreichs waren in der Nacht zu Mittwoch mehr als 130 000 Haushalte ohne Strom. In Oberbayern raste ein 50-jähriger Lastwagenfahrer auf der Autobahn A 9 mit seinem Wagen in die Mittelleitplanke und starb am Unfallort. Auf dem Münchner Flughafen wurden am Mittwochvormittag 20 Flüge gestrichen. In Bayern und Baden-Württemberg kam es wegen Schneeverwehungen zu Verspätungen bei der Bahn.

In Baden-Württemberg kam die Moutainbikerin Sandra Weber, Mitglied der Nationalmannschaft, am Mittwochmorgen bei einem Verkehrsunfall bei St. Märgen im Schwarzwald ums Leben. Die 19-Jährige geriet bei Schneeglätte mit ihrem Auto ins Schleudern, stürzte eine Böschung hinunter und landete in einem Bach. Am Dienstagabend starb bei Lorch ein 70 Jahre alter Busfahrer bei einem Glatteisunfall. In Baden- Württemberg zählte die Polizei mehr als 460 Unfälle. Auf den Bahnstrecken saßen tausende Pendler in Zügen fest, weil Weichen wegen starken Schneefalls nicht gestellt werden konnten.

In den nächesten Tagen erwarten Meteorologen für den Norden Deutschlands nur ein kurzes winterliches Gastspiel. Am Wochenende soll es dort wieder milder werden. Im Süden Deutschlands soll es dagegen bis nächste Woche frostig bleiben, wie DWD-Meteorologe Rainer Dettmann sagte. Der von vielen ersehnte Schnee fällt auch am Mittwoch im Süden und Osten. In freien Lagen und im Bergland muss wegen stark böigen Winds auch mit Schneeverwehungen gerechnet werden.

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