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30.06.2013

10:03 Uhr

Weingut Monteverro

Mit preußischer Tugend zum Winzer in Italien

VonJürgen Röder

Warum baut ein Unternehmer ein Weingut auf? Georg Weber, Chef einer großen Gartencenter-Kette, produziert in der Toskana großen Wein nach französischem Vorbild. Das stößt nicht bei allen auf Gegenliebe.

Georg Weber im Weinkeller von Monteverro: Mehr als 500 Barrique-Fässer sind dort gelagert. PR

Georg Weber im Weinkeller von Monteverro: Mehr als 500 Barrique-Fässer sind dort gelagert.

Capalbio/ToskanaGeorg Weber spaltet die Weinwelt. Der Unternehmer kaufte 2003 eine 50 Hektar große Fläche in der Toskana und holte sich mit Matthieu Tombay einen französischen Önologen auf sein Weingut. Außerdem lässt er sich vom einen berühmten Winemaker  aus Frankreich, Michel Rolland, beraten, und anstatt die traditionelle Sangiovese-Traube anzupflanzen, wachsen und gedeihen am Fuß der Ortschaft Capalbio französische Rebsorten.

Webers Ziel in Italien: einen großen Wein nach der Machart eines französischen Premier Grand Cru zu produzieren. Und das in der Toskana, zu einer Zeit, in der authentische Weine gefragt sind. Weine, die eigentlich das „Terroir“ der Umgebung in der Flasche wiedergeben sollen.    

„Weber, dessen menschliche Qualitäten unbestritten sind, ist in die Toskana gewalzt wie der sprichwörtliche Elefant in den Porzellanladen“, schimpft beispielsweise „Captain Cork“ auf der gleichnamigen Website für Weinliebhaber.

Interview Georg Weber: „Nicht wegen des Geldes“

Interview Georg Weber

„Nicht wegen des Geldes“

Der Unternehmer Georg Weber hat 2003 ein 50 Hektar großes Grundstück in der italienischen Toskana gekauft und dort ein Weingut eröffnet. Über seine Beweggründe sprach der 35-jährige Münchner mit Handelsblatt Online.

Wer mit dem Unternehmer redet, erlebt ein anderes Bild. Der studierte Betriebswirt, Geschäftsführer der familiengeführten Gartencenter-Gruppe Dehner in der dritten Generation, will gar nicht über Investitionshöhe oder Rendite seines neuen Weinguts Monteverro reden. Er redet stattdessen über seine Liebe zum Wein und seinem neuen Hobby als Winzer. Erst auf Nachfrage lässt er sich entlocken, dass auch die Banken zur Finanzierung beigetragen haben. Und dass man zehn Jahre braucht, um den ersten Umsatz zu erzielen.

Kommentare (5)

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Trinker

30.06.2013, 10:25 Uhr

Ich bin zwar weder Weinkenner noch Weintrinker, aber diese Story gefällt mir. Immer wieder gibt es offensichtliche Idialisten, die mi ihrer Begeisterung für Neuigkeiten dafür sorgen, dass es weiter geht und dass sich ein sehr negatives Image evtl doch noch positiv kippen läßt.

Besonders gefällt mir, dass hier wieder Wein aus Reben gemacht werden soll. Bisher entstehenden italienische weise ja aus Wasser, künstlichen Aromastoffen und eben aus Chemieprodukten von Bayer.

downsizing

01.07.2013, 01:14 Uhr

wer solch einen unqualifizierten Kommentar von sich gibt, hat vor allem eins, absolu keine Ahnung !

Account gelöscht!

01.07.2013, 08:26 Uhr

@Trinker

ich glaube ihn hat das Oethinger Bier etwas das Hirn zersetzt!

Italien hat zwar jeden menge Landwein der aber hervoragend zur der jeweiligen gegend (terrior)passt. Dazu kommen spitzenweine die vor Volumen nur so platzen und sich in keinster Weise hinter einem Bordaux verstecken müßen.

meiner Meinung sollte man das Land, die Gegend , die Menschen achten. Mit den neuen Reben die Weber da anbaut,steigt auch die Gefahr von Parasiten die er mit einschleppen kann oder von bestimmten Schädlingen gern gemocht und so schnell zur Katastrophe führen kann. Es kan aber auch gut gehen und dann entscheidet der Käufer.

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