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07.01.2008

13:10 Uhr

Wetter bleibt vorerst mild

100 Unfälle wegen Blitzeis in Bayern

Der Wechsel von Frost zu überdurchschnittlich milden Temperaturen hat vor allem in Bayern die Straßen in Rutschbahnen verwandelt. Blitzeis und Straßenglätte verursachten dort in der Nacht zum Montag rund 100 Unfälle. Eine Frau kam ums Leben, mindestens zehn Personen wurden teils schwer verletzt.

HB MÜNCHEN. Der Deutsche Wetterdienst hob am Montag die Unwetterwarnung wegen Glatteis auf. Das milde und wechselhafte Wetter bleibt mindestens eine Woche lang. Ein kurzes Zwischenhoch kann aber für nächtliche Abkühlung sorgen, so dass vor allem nach Süden und Osten hin wieder Frost mit Straßenglätte auftreten kann.

Bei den Unfällen in Bayern entstand insgesamt ein Sachschaden von mehr als 400 000 Euro. Am schlimmsten betroffen waren die Bezirke Oberbayern, Niederbayern und die Oberpfalz, wie die Polizei mitteilte. Dort gab es mindestens 74 Unfälle als Folge von Glatteis. Im Landkreis Kehlheim starb eine 59-jährige Autofahrerin, die auf ein schleuderndes Fahrzeug aufprallte. Dessen 76-jähriger Fahrer wurde schwer verletzt. Auf der A 93 kam es bei Wernberg zu 14 Verkehrsunfällen. Die Autobahn musste trotz des starken Ferienrückreiseverkehrs für drei Stunden gesperrt werden.

Der Winter hat sich inzwischen fast ganz aus Deutschland wie auch weiten Teilen Mitteleuropas verzogen. Am frühen Montagmorgen meldeten einzelne Flachlandstationen im Osten und Süden Deutschlands noch Schneereste. In Regensburg lagen noch drei Zentimeter Schnee. Magdeburg und Neuruppin waren mit einem Zentimeter Schnee noch „angezuckert“, wie es die Meteorologen ausdrückten.

Frischer Wind mit milder Atlantikluft hat aber die letzten Reste Kaltluft im Osten und Süden Deutschlands weggeblasen. „Die kommenden Tage werden also geprägt von dieser strammen West- bis Südwestströmung“, erklärte der Wetterdienst. Dennoch kann es im Bergland wieder schneien. Winterlich ist es noch in den höheren Lagen der Mittelgebirge und in den Alpen.

Am Dienstag überwiegen im Norden die Wolken mit etwas Regen oder Sprühregen. An der See weht ein frischer und in Böen starker bis stürmischer Wind aus Süd bis Südwest. Im übrigen Bundesgebiet wechseln starke Bewölkung und heitere Abschnitte einander ab, und es bleibt im Wesentlichen trocken. Es kann örtlich im Westen bis zu zehn Grad warm werden.

Am frühen Mittwochmorgen tritt im Südosten Frost auf. Im Tagesverlauf zieht von Nordwest nach Südost ein Regengebiet durch. Im höheren Bergland fällt Schnee. An der Küste bleibt es windig. Auch am Donnerstag soll es im Norden und Westen stark bewölkt werden, zeitweise kann es etwas regnen. Sonst gibt es neben Wolken auch Auflockerungen, teils auch längere Zeit Sonnenschein. Die Nachmittagstemperaturen erreichen Werte zwischen drei und neun Grad, am Oberrhein auch etwas darüber. Am Freitag soll der Regen aus dem Norden und Westen allmählich richtung Osten und Südosten ziehen. Mit Tageshöchstwerten von vier bis zehn Grad bleibt es überdurchschnittlich mild.

Das Wochenende wird nach der Vorhersage des Wetterdienstes gemischt: Über den Norden und Westen ziehen immer wieder dichte Wolken hinweg, aus denen es zeitweise regnet. Hin und wieder lässt sich aber auch mal die Sonne blicken. Nach Südosten hin ist es teils bewölkt, örtlich auch mal neblig trüb, teils setzt sich die Sonne durch.

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