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05.10.2017

09:39 Uhr

Literaturnobelpreis 2017

Wer wird Nachfolger von Bob Dylan?

Vergangenes Jahr erhielt der bekannte Musiker Bob Dylan überraschend den Nobelpreis für Literatur. Ausgezeichnet wurde er für seine poetischen Liedertexte. Heute fällt die Entscheidung, wer Preisträger 2017 wird.

Dem US-Musiker war der Preis im vergangenen Jahr als Würdigung für seine poetischen Liedertexte zugesprochen worden. dpa

Bob Dylan

Dem US-Musiker war der Preis im vergangenen Jahr als Würdigung für seine poetischen Liedertexte zugesprochen worden.

StockholmIn Stockholm wird am Donnerstag der Literatur-Nobelpreisträger verkündet. Im vergangenen Jahr bekam ihn Bob Dylan. Dem US-Musiker war der Preis im vergangenen Jahr als Würdigung für seine poetischen Liedertexte zugesprochen worden. Er hatte nach der Bekanntgabe im vergangenen Oktober zunächst gar nicht auf die größte Ehre der Literaturwelt reagiert und wegen anderer Termine auch seine Teilnahme an der Preisverleihung am 10. Dezember abgesagt. Erst im April nahm er den Preis schließlich entgegen.

Der Nobelpreis für Literatur wird seit 1901 vergeben und traditionell während einer Zeremonie am 10. Dezember - dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel - überreicht. Zu seinen bekanntesten Preisträgern zählen Günter Grass, Heinrich Böll, Samuel Beckett, John Steinbeck, Ernest Hemingway und Winston Churchill. Er ist diesmal mit neun Millionen Schwedischen Kronen (rund 943.000 Euro) dotiert.

In dieser Woche wurden bereits die Nobelpreisträger für Medizin, Physik und Chemie bekanntgegeben. Die Auszeichnungen wurden jeweils drei Forschern zugesprochen. Am Freitag wird verkündet, wer in diesem Jahr den Friedensnobelpreis erhält. Am kommenden Montag wird dann enthüllt, wer den Wirtschaftsnobelpreis bekommt.

Die letzten zehn Literaturnobelpreisträger

2016

Bob Dylan, „für seine poetischen Neuschöpfungen in der großen amerikanischen Songtradition“.

2015

Swetlana Alexijewitsch, „für ihr vielstimmiges Werk, das dem Leiden und Mut in unserer Zeit ein Denkmal setzt“.

2014

Patrick Modiano, „für die Kunst der Erinnerung, mit der er die unbegreiflichsten menschlichen Schicksale wachgerufen und die Lebenswelt der Besatzungszeit durchschaubar gemacht hat“.

2013

Alice Munro, „die Virtuosin der zeitgenössischen Kurzgeschichte“.

2012

Mo Yan, „weil er mit halluzinatorischem Realismus Märchen, Geschichte und Gegenwart vereint“.

2011

Tomas Tranströmer, „weil er uns in komprimierten, erhellenden Bildern neue Wege zum Wirklichen weist“.

2010

Mario Vargas Llosa, „für seine Kartographie der Machtstrukturen und scharfkantigen Bilder individuellen Widerstands, des Aufruhrs und der Niederlage“.

2009

Herta Müller, „die mittels Verdichtung der Poesie und Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit zeichnet“.

2008

Jean-Marie Gustave Le Clézio, „der Verfasser des Aufbruchs, des poetischen Abenteuers und der sinnlichen Ekstase, der Erforscher einer Menschlichkeit außerhalb und unterhalb der herrschenden Zivilisation“.

2007

Doris Lessing, „die Epikerin weiblicher Erfahrung, die sich mit Skepsis, Leidenschaft und visionärer Kraft eine zersplitterte Zivilisation zur Prüfung vorgenommen hat“.

Von

ap

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