Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.08.2013

14:33 Uhr

Longlist veröffentlicht

Kehlmann, Widmer und Jirgl kämpfen um Deutschen Buchpreis

Im Wettbewerb um den Deutschen Buchpreis konkurrieren unter anderem die Werke von Daniel Kehlmann, Urs Widmer und Reinhard Jirgl. Das hat die siebenköpfige Jury am Mittwoch bekannt gegeben.

Bücher auf der Leipziger Buchpresse. Eine siebenköpfige Jury hat die Longlist für den Deutschen Buchpreis bekannt gegeben. dpa

Bücher auf der Leipziger Buchpresse. Eine siebenköpfige Jury hat die Longlist für den Deutschen Buchpreis bekannt gegeben.

Frankfurt/MainAltmeister wie Uwe Timm, Urs Widmer und Büchner-Preisträger Reinhard Jirgl konkurrieren im Wettbewerb um den Deutschen Buchpreis 2013. Unter den 20 Autoren der am Mittwoch vorgelegten Longlist finden sich viele weitere bekannte Namen wie Daniel Kehlmann, Thomas Glavinic, Ralph Dutli, Norbert Gstrein, Dagmar Leupold, Terézia Mora, Thomas Stangl und Clemens Meyer.

Die siebenköpfige Jury hat ihre Romane aus 201 Titeln ausgewählt, die zwischen Oktober 2012 und dem 11. September 2013 erschienen sind oder noch in den Handel kommen. Zu den Debütanten, die es gleich mit ihrem ersten Roman auf die Liste geschafft haben, gehören Sängerin Monika Zeiner und die russisch-deutsche Schriftstellerin Nellja Veremej.

„Modische Themen oder scheinbar in der Luft liegende Plots treten eher in den Hintergrund, es geht mehr denn je um individuelle Schreibweisen“, sagte der Sprecher der Jury, der freie Kritiker, Helmut Böttiger, laut Mitteilung. „Auffällig ist, dass sich die Konflikte offenkundig im engsten persönlichen Umfeld zuspitzen, in familiären Konstellationen, die immer weniger Halt zu bieten scheinen.“ Daneben hat Böttiger aber auch neue Perspektiven und Reaktionen auf unmittelbare zeigeschichtliche Erfahrungen ausgemacht. Und: „Viele der interessantesten Romane erschienen in kleineren Verlagen.“

Die Longlist zum Deutschen Buchpreis

Mirko Bonné

„Nie mehr Nacht“ (Schöffling & Co., August 2013)

Ralph Dutli

„Soutines letzte Fahrt“ (Wallstein, März 2013)

Thomas Glavinic

„Das größere Wunder“ (Hanser, August 2013)

Norbert Gstrein

„Eine Ahnung vom Anfang“ (Hanser, Mai 2013)

Reinhard Jirgl

„Nichts von euch auf Erden“ (Hanser, Februar 2013)

Daniel Kehlmann

„F“ (Rowohlt, September 2013)

Judith Kuckart

„Wünsche“ (DuMont, März 2013)

Olaf Kühl

„Der wahre Sohn“ (Rowohlt.Berlin, September 2013)

Dagmar Leupold

„Unter der Hand“ (Jung und Jung, Juli 2013)

Jonas Lüscher

„Frühling der Barbaren“ (C. H. Beck, Januar 2013)

Clemens Meyer

„Im Stein“ (S. Fischer, August 2013)

Joachim Meyerhoff

„Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ (Kiepenheuer & Witsch, Februar 2013)

Terézia Mora

„Das Ungeheuer“ (Luchterhand, September 2013)

Marion Poschmann

„Die Sonnenposition“ (Suhrkamp, August 2013)

Thomas Stangl

„Regeln des Tanzes“ (Droschl, September 2013)

Jens Steiner

„Carambole“ (Dörlemann, August 2013)

Uwe Timm

„Vogelweide“ (Kiepenheuer & Witsch, August 2013)

Nellja Veremej

„Berlin liegt im Osten“ (Jung und Jung, Februar 2013)

Urs Widmer

„Reise an den Rand des Universums“ (Diogenes, August 2013)

Monika Zeiner

„Die Ordnung der Sterne über Como“ (Blumenbar, März 2013)

Am 11. September wird die Liste dann auf sechs Romane reduziert, die sogenannte Shortlist. Der Sieger daraus wird am Vorabend der Frankfurter Buchmesse, am 7. Oktober, bekanntgegeben und ausgezeichnet.

Zu der jährlich wechselnden Jury gehören diesmal neben Böttiger: Katrin Lange (Literaturhaus München), Ursula März („Die Zeit“), Jörg Plath (freier Kritiker), Andreas Platthaus („Frankfurter Allgemeine Zeitung“), Klaus Seufer-Wasserthal (Rupertus Buchhandlung, Salzburg) und Claudia Voigt („Der Spiegel“).

Der Deutsche Buchpreis kürt „den besten Roman in deutscher Sprache“. Er gilt als die Literaturauszeichnung mit der größten Publikumsresonanz in Deutschland. Der Preis wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels zum neunten Mal vergeben und ist insgesamt mit 37 500 Euro dotiert. Der Sieger erhält 25 000 Euro, die anderen fünf Finalisten je 2500 Euro. Im vergangenen Jahr wurde die Berliner Autorin Ursula Krechel für ihren Nachkriegsroman „Landgericht“ ausgezeichnet.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×