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27.12.2016

15:08 Uhr

Mäzen Frieder Burda

„Kunstpreise sind jenseits von Gut und Böse“

Mäzen Frieder Burda hat für Kunst schon viel Geld ausgegeben. Derzeit sind die Preise aus seiner Sicht aber „jenseits von Gut und Böse“. Bilder kaufen ist trotzdem noch immer seine Lieblingsbeschäftigung.

Der Kunstsammler hat in Baden-Baden ein Museum gegründet. dpa

Frieder Burda

Der Kunstsammler hat in Baden-Baden ein Museum gegründet.

Baden-BadenDer Baden-Badener Sammler und Kunstmäzen Frieder Burda blickt verständnislos auf den überhitzten Kunstmarkt. „Die derzeitigen Preise sind jenseits von Gut und Böse. Wo soll das enden?“ Auf Dauer könne das nicht gut gehen, warnt er. Wer Kunst als Spekulationsobjekt kauft, kann nach seiner Meinung böse erwachen: „Da genügt ein kleines Beben, und die ganzen Spekulationen entpuppen sich als Blase“, sagte er im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Zugleich kündigte er an, sich auf Dauer ganz aus der Arbeit des von ihm gegründeten Museums Frieder Burda in Baden-Baden zurückziehen. Im Laufe des nächsten Jahres will er den Stiftungsvorstand abgeben und seine Sammlung verjüngen.

„Nach 40 Jahren Sammlungstätigkeit bin ich nicht mehr der, der für kontinuierliche Erneuerung steht. Eine Sammlung muss sich aber weiter entwickeln“, betonte er. Seine Stieftochter Patricia Kamp, die ihn schon seit Jahren über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden hält, habe „unglaubliche Ideen“. Sie soll künftig ein besonderes Augenmerk auf junge Kunst haben.

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„Es ist ein Glücksfall, dass sie als Kunsthistorikerin die Sammlung fortsetzen und verjüngen wird. Noch treffe aber ich die letzte Entscheidung über einen Ankauf.“ Denn, so betonte er: „Bilder kaufen ist noch immer meine Lieblingsbeschäftigung.“

Sein Museum in Baden-Baden hat er indessen mit neuer Leitung für die Zukunft fit gemacht. „Mit meinen 80 Jahren wollte ich das Haus vorbereiten für die nächste Generation und dafür sorgen, dass es weitergeht. Dies ist mir hoffentlich gelungen.“ Mit Henning Schaper als neuem Direktor ab Mai 2017 sei der Generationswechsel nun erfolgreich eingeleitet.

Seine in Berlin lebende Stieftochter Patricia Kamp wird den Kulturmanager künstlerisch beraten. Sie leitet den neuen „Salon Berlin“, eine Art Schaufenster des Museums Frieder Burda in der Hauptstadt. Als Kunstbeirats-Vorsitzende im Stiftungskuratorium soll sie künstlerische Impulse aus Sicht der jüngeren Generation geben. Kamp ist etwa verantwortlich für eine Schau mit Werken des kanadischen Künstlers Rodney Graham, die ab Juni in Baden-Baden zu sehen ist.

Zur Sammlung von Frieder Burda sind in den vergangenen zwei Jahren wieder einige Neuerwerbungen hinzugekommen, darunter das sogenannte Kanzlerbild „Rückblick“ von Andreas Gursky sowie weitere Werke von Katharina Grosse, Günther Uecker, Heinz Mack und Gregory Crewdson. Die Sammlung umfasst heute rund 1000 hochkarätige Werke moderner und zeitgenössischer Kunst – darunter sind Künstler von Pablo Picasso über Sigmar Polke bis hin zu Gerhard Richter.

Frieder Burda gilt als bedeutender Kunstsammler. Der mittlere von drei Söhnen des Verlegerehepaares Franz und Aenne Burda hat an Baden-Badens Prachtmeile, der Lichtentaler Allee, ein Museum errichtet, das er weitgehend ohne öffentliche Gelder unterhält. Das 2004 eröffnete Haus nach Plänen des New Yorker Star-Architekten Richard Meier ist zum kulturellen Magneten weit über die Region hinaus geworden und hat kürzlich den zweimillionsten Besucher gezählt.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

29.12.2016, 15:16 Uhr

@ALLE

Gott sei Dank fällt der 1.Januar dieses Jahr auf einen Sonntag,stellt Euch vor es wäre Montag, dann könnte man wieder einen Tag weniger kommentieren. :(
Der erste Feiertag, 26. Dez., war doch schon fürchterlich. :(
Am schönsten ist es, wenn Heiligabend an einem Freitag ist :)

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

"Herr Fritz Porters23.12.2016, 12:25 Uhr
Liebe komödiantische Kommentatorengemeinde,

es ist mal wieder ein Fest wie lustig hier kommentiert wird ...was wäre mein Tag ohne diese wunderbaren Geistesblitze, die hier gepostet werden. Herrlich :-)"


@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Ebsel, Dirnberger....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

das ist unser geliebter

SPIEGEL

Danke

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