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27.01.2005

16:35 Uhr

Panorama

Mehrheit der Singles sehnt sich nach einem Partner

Die Mehrheit der 11,2 Mill. Singles in Deutschland (75 Prozent) sehnt sich nach Verbindlichkeit und einer langfristigen Partnerschaft. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie des Marktforschungsinstituts Innofact AG.

Pärchen

Beim Flirten ist frischen Atem von Vorteil. (Bild: obs/prodente e.V.)

dpa HAMBURG. Die Mehrheit der 11,2 Mill. Singles in Deutschland (75 Prozent) sehnt sich nach Verbindlichkeit und einer langfristigen Partnerschaft. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie des Marktforschungsinstituts Innofact AG.

Dafür wurden mehr als 2 500 Personen im Auftrag der Online-Partneragentur parship.de befragt. „Weder ist die Mehrheit der Singles, wie oft angenommen wird, auf Grund des Alleinseins grundsätzlich frustriert. Noch trifft das von Film und TV-Serien gezeichnete Bild der Spaß, Sex und Konsum orientierten Singles zu“, sagte parship-Geschäftsführer Arndt Roller am Donnerstag in Hamburg.

Nach der Studie arbeiten Singles mehr als Personen, die einen Partner haben, und leben überwiegend in der Großstadt. Vor allem Single-Frauen verbringen überdurchschnittlich viel Zeit im Job. Bei der Partnersuche lassen sich die Singles Zeit - die meisten sind zwischen einem halben und zwei Jahren allein. „Fast alle sind anspruchsvoll, wenn es um ihren zukünftigen Partner geht, vor allem Frauen“, sagte Roller. Und der sollte, entgegen üblicher Vorstellungen, „für die meisten in erster Linie nicht gut aussehend, schlank oder sonst wie physisch oder materiell vom Leben gesegnet sein, sondern vor allem: treu, ehrlich, humorvoll und intelligent“.

Nach den Gründen gefragt, warum die Suche nach der oder dem Richtigen denn nicht so richtig voran geht, nannten die Singles hauptsächlich Mangel an Zeit und Gelegenheiten. Doch auch die eigenen, zu hohen Erwartungen an den künftigen Partner werden als Hindernis gesehen. „Die meisten Singles scheinen recht unreflektiert mit dem Misserfolg der eigenen Bemühungen umzugehen“, sagte Psychologin Sabine Wery v. Limont. „Eine selbstkritische Einschätzung scheint für die meisten schwierig, dabei ist sie für den Erfolg bei der Partnersuche wichtig.“

Um jemanden kennen zu lernen, sind Party und Kneipe weiterhin die Klassiker, gefolgt von Vereinen und Reisen. „Mit 24 Prozent landete das Internet auf Platz Fünf und hat damit die klassischen Partnervermittlungen (14 Prozent) und Kontaktanzeigen (11 Prozent) abgehängt“, sagte Roller. 43 Prozent der Singles, die das Internet nutzen, haben bereits Online-Services für die Partnersuche benutzt.

Für die Studie wurde erstmals die Frage „Besteht eine Partnerschaft?“ für die Definition eines Singles in den Vordergrund gestellt, befragt wurden Personen im Alter zwischen 18 und 60. Das Statistische Bundesamt, das die Zahl der Singles auf mehr als 14 Mill. bezifferte, hatte sich bei seinen Zählungen immer an der Zahl der Ein- Personen-Haushalte oder am Familienstand orientiert.

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