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22.10.2015

09:13 Uhr

Neuer „Asterix“-Band

Nur die Bibel und Harry Potter sind beliebter

Heute erscheint der neueste Comic-Band der weltweit beliebten „Asterix“-Reihe. Ein Journalist erhielt ihn versehentlich schon vor dem Verkauf. Was Sie noch nicht über die Helden aus Gallien wussten.

Während die neue Asterix-Ausgabe in Frankreich bereits seit dem 13. Oktober erhältlich ist, mussten sich deutsche Fans noch bis heute gedulden. dpa

Verkauf beginnt heute

Während die neue Asterix-Ausgabe in Frankreich bereits seit dem 13. Oktober erhältlich ist, mussten sich deutsche Fans noch bis heute gedulden.

MünchenFans in aller Welt erwarten mit Spannung den neuesten „Asterix“-Band „Der Papyrus des Caesar“. Am Donnerstag soll er in den Verkauf gehen. Durch ein Versehen konnte man den Band allerdings in München offensichtlich schon kaufen. Dort erstand der Journalist Dorin Popa am Dienstagmittag in einem Buchladen für 12,00 Euro die Hardcover-Version der Ausgabe. Er verbreitete den seltenen Fang über seinen Twitter-Account, verbunden mit der Frage: „Erster?“. Wie es zu der Panne kommen konnte, war zunächst noch unklar. „Der Band darf nicht vor dem 22.10. im Handel stehen, jeder Buchhändler hat eine Geheimhaltungserklärung unterzeichnen müssen“, erklärte dazu eine Sprecherin des Asterix-Verlages Egmont Ehapa in Berlin. „Es handelt sich hierbei aber um einen Einzelfall, den wir gerade prüfen.“

Klar, die Gallier essen am liebsten Wildscheinbraten, und für den Zaubertrank ist Miraculix verantwortlich – aber warum leben Asterix und Obelix ausgerechnet in einem gallischen Dorf in der Bretagne? Und weshalb dachte Zeichner Albert Uderzo, Obelix habe grüne Haare? Zum Verkaufsstart des 36. Bandes hier ein paar Asterix-Fakten, die Comic-Fans kennen sollten.

  • Andere Länder, andere Namen: Die Charaktere der Comics heißen nicht überall gleich. In England beispielsweise wird Hund Idefix zum Dogmatix, der Greis Methusalix heißt passenderweise Geriatrix und Verleihnix trägt den Namen Unhygienix.
  • Nur 15 Minuten dauerte es, bis die Asterix-Erfinder René Goscinny und Albert Uderzo die fünf Hauptfiguren des Comics entworfen hatten.
  • Nach der Bibel und den Harry-Potter-Geschichten sind die Asterix-Comics weltweit die meistverkauften Publikationen.
Nachfolger für Uderzo: Neuer Zeichner für Asterix und Obelix

Nachfolger für Uderzo

Neuer Zeichner für Asterix und Obelix

Didier Conrad nimmt ab jetzt als Zeichner die Geschicke der Gallier in die Hand.

  • Zeichner Uderzo war zu Beginn der Meinung, Obelix hätte grüne Haare. Der Grund: Uderzo ist farbenblind.
  • Das Dorf von Asterix und Obelix liegt in der heutigen Bretagne. Die Bretagne war die einzige Gegend, die Zeichner Uderzo außerhalb von Paris kannte. Seine Eltern, italienische Einwanderer, hatten wenig Geld, Uderzo kam deshalb nie aus der Stadt heraus. Als während des Krieges das Essen in Paris knapp wurde, besuchte Uderzo allerdings seinen Bruder auf dem Land – und der wohnte in der Bretagne.
  • Einen Namen bekam das Dorf der Gallier trotz dieses Bezugs nie. Manchmal wird es in den Comics aber als „Dorf der Verrückten“ oder „Dorf der Spinner“ bezeichnet.
  • Nach dem Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ nahmen auch Asterix, Obelix und Idefix Abschied. Aus Trauer um seine Kollegen veröffentlichte Uderzo im Internet eine Zeichnung, auf der sich die Figuren für die Opfer der Anschlagsserie verneigten.
  • Gegessen wird bei der gallischen Truppe gerne. Wer ein wenig daran teilhaben möchte, findet im Kochbuch „Kochspaß mit Asterix. Essen wie Gott in Gallien“ Rezepte.
  • Einige Gymnasiasten in Warschau werden bei ihrem Weg ins Klassenzimmer täglich an Asterix und Obelix erinnert. Auf dem Schulgelände steht ein Denkmal für Asterix-Texter Goscinny. Schließlich waren dessen Eltern polnische Juden, die nach dem Ersten Weltkrieg nach Frankreich emigrierten.

Fakten zu „Asterix und Obelix“

Der erste Comic

Der erste Teil erscheint am 29. Oktober 1959 im Magazin „Pilote“. Bald darauf wird der Comic zur Kultserie.

„Asterix der Gallier“

„Astérix le Gaulois“ („Asterix der Gallier“) heißt das erste Album. Es erscheint 1961 mit einer Auflage von 6.000 Exemplaren.

Asterix übersetzt auf Friesisch

35 Alben sind bis heute erschienen, übersetzt in 110 Sprachen und Dialekte - darunter Friesisch und Pfälzisch.

Weltweite Auflage

Die weltweite Auflage liegt bei rund 350 Millionen, davon fast ein Drittel im deutschen Sprachraum. Aneinandergereiht würden die Hefte zweimal um die Erde reichen.

Spielfilme

Asterix und Obelix lieferten den Stoff für 8 Zeichentrick- und 4 Spielfilme.

70 Millionen Zuschauer

Die Filme wurden in 50 Sprachen übersetzt und zogen 70 Millionen Zuschauer an.

Le parc Astérix

Nördlich von Paris wurde den liebenswerten Galliern 1989 sogar ein Vergnügungspark gewidmet: le parc Astérix.

Von

dpa

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