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11.09.2012

10:55 Uhr

Neukomposition

Tagesschau lässt Titelmelodie überarbeiten

Und sie bleibt doch: Die ARD korrigierte am Vormittag die Darstellung der Bild-Zeitung, dass die gewohnte Titelmelodie abgeschafft werden sollte. Stattdessen gibt es eine Verjüngungskur mit Hollywood-Flair.

Die alte Tagesschau-Melodie wird durch eine Hollywood-Komposition ersetzt. NDR/Dirk Uhlenbrock

Die alte Tagesschau-Melodie wird durch eine Hollywood-Komposition ersetzt.

BerlinDie ARD-„Tagesschau“ erneuert ihre Erkennungsfanfare. Die Melodie werde aber nicht abgeschafft, teilte ARD-aktuell-Chefredakteur Kai Gniffke am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa mit. „Die Sorge um das Ta-ta, ta ta ta taaa ist unbegründet“, sagte Gniffke. „Wir "entsorgen" die Melodie nicht, sondern überarbeiten sie nur.“ Die „Bild“-Zeitung hatte am Dienstag über die Veränderungen bei der 56 Jahre alten „Tagesschau“-Musik berichtet und dabei geschrieben, dass die alte Melodie entsorgt würde. Diesen Eindruck korrigierte Gniffke nun.

Die Fanfare werde lediglich überarbeitet, erläutert er. „Wie zuletzt in den Jahren 2005, 1997 und 1994. Dabei bleiben natürlich die Grundelemente der "Tagesschau"-Melodie erhalten, die sie so unverwechselbar machen.“ Auch wird nicht, wie zunächst berichtet, Hans Zimmer selbst die Überarbeitung vornehmen, sondern ein Mitarbeiter: „Die Überarbeitung soll der Komponist Henning Lohner übernehmen, der für die Firma Remote Control von Oscar-Preisträger Hans Zimmer tätig ist“, erklärte Gniffke.

Der 54-Jährige Zimmer hatte 1994 einen Oscar für die Musik zum Kinofilm „Der König der Löwen“ gewonnen und wurde acht weitere Male nominiert. Unter anderem komponierte der in Los Angeles lebende Deutsche die Filmmusik von „Rain Man“, „Thelma & Louise“, „Black Hawk Down“, „Pearl Harbour“, „Gladiator“ und „Inception“.

Der neue Jingle soll am 26. Dezember erstmals zu hören sein. Genau 60 Jahre zuvor war die erste "Tagesschau" über den Schirm gegangen. Die aktuelle Melodie der Hauptnachrichtensendung im Ersten wurde von Hans Carste (1909-1971) komponiert. Mit dem mehrfach überarbeiteten Intro, das allabendlich um 20.00 Uhr nach einem Gong ertönt, werden die Zuschauer seit 1956 begrüßt.

Im Jubiläumsjahr der „Tagesschau“ stehen noch weitere Neuerungen an: Auf dem Gelände des federführenden NDR in Hamburg entsteht ein neues Nachrichtenstudio. Die Moderatoren der „Tagesschau“ und der hauseigenen Magazine „Tagesthemen“ und „Nachtmagazin“ sollen Grafiken künftig auf einem berührungsempfindlichen Bildschirm erklären. Das neue Studio soll pünktlich zum 60. Geburtstag in Betrieb genommen werden.

Kommentare (4)

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Musikfreund

11.09.2012, 14:11 Uhr

Lieber NDR,

kann das nicht ein Deutscher in Deutschland machen? Wozu braucht man da Deutsche aus Hollywood?
Braucht Hans Zimmer soviel Geld, dass er sogar wieder Jingels machen muss?
Das Ergebnis wird ein bischen aufgemotzter Bombast Hollywoodsound sein, der viel zuviel kostet als eine vergleichbare deutsche Produktion.

Das Monitorgetippe der Moderatoren sieht im ZDF schon sehr unbeholfen aus und lenkt vom Nachtichteninhalt ab, wie wird das erst in der ARD aussehen?


Account gelöscht!

11.09.2012, 15:10 Uhr

in China ist soeben ein Sack Reis umgefallen...

Stargazer2000

11.09.2012, 17:11 Uhr

das ist heute schon der zweite Sack!

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