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07.03.2014

15:00 Uhr

New Yorker Messen

Zeitgenossen mit magnetischer Wirkung

VonBarbara Kutscher

In New York überprüfen Kenner das Angebot an aktueller Kunst. Ein halbes Dutzend Messen erweitert das Angebot der zentralen Messe Armory Show. Bis zum Sonntag kann der Kunstfreund vergleichen, auswählen und kaufen.

Eine Kollage des japanischen Künstlers Keiichi Tanaami. Preis: circa 10.000 Euro.

Eine Kollage des japanischen Künstlers Keiichi Tanaami. Preis: circa 10.000 Euro.

New YorkDie erste Märzwoche in New York belegt, wie sehr die zeitgenössische Kunst derzeit Sammler und Spekulanten elektrisiert. In einem ersten Markttest des Jahres versammeln sich rund um die 16. Armory Show (www.thearmoryshow.com, bis 9.3.2014 ) für moderne und zeitgenössische Kunst auf den Landungsbrücken 92 und 94 im Fluss Hudson fast ein Dutzend kleinerer, aber manchmal feinerer Messen.

Magnet für die ganz Reichen

Die 26. Art Show des exklusiven Händlerverbandes Art Dealers Association of America (ADAA) (www.artdealers.org) machte mit ihrer  Galaeröffnung am 5. März den Anfang. Bis zu 2.000 Dollar kostete das Privileg der ersten Wahl, das von etwa 3.000 Sammlern kräftig genutzt wurde. Im Zeughaus an der besten Gegend der Park Avenue drängte sich über vier Stunden die geballte Kaufkraft der Upper East Side, darunter die Finanziers Henry Kravis und J. Tomilson Hill, und auch angereiste Megasammler wie Edyth und Eli Broad aus Los Angeles.

Ein Sammler kauft alle Ad Reinhardts

Von den 72 Ausstellern die hier Platz finden, zeigen 38 eindrucksvolle Soloshows. David Zwirner, New York/London, konnte gleich seinen ganzen Stand zu drei Millionen Dollar in eine europäische Sammlung verkaufen. Er zeigt Ad Reinhardts sechs, knapp 31 Zentimeter im Quadrat messende Ölstudien auf Papier (1960), die die berühmten „Black Paintings“ vorbereiten.

Bei Sean Kelly, New York, schimmern Kehinde Wileys neueste, frisch vergoldete Arbeiten. Wie gewohnt positioniert Wiley provokant junge schwarzafrikanische Männer in westlichem kunsthistorischem Kontext, wählte hierfür aber die  leicht konsumierbare Größe byzantinischer Hausaltärchen. Zu je 75.000 Dollar waren über die Hälfte in den ersten zwei Stunden verkauft.

Generationen-Dialog

Wunderbar auch bei Cheim & Read  die Gegenüberstellung der beiden in Frankreich geborenen, nach New York gezogenen Bildhauer Gaston Lachaise und Louise Bourgeois, die ein halbes Jahrhundert trennte.

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