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08.03.2017

11:53 Uhr

Öffentlich-Rechtliche dominieren

Wieder Grimme-Preis für Böhmermann

Das Grimme-Institut hat die Gewinner ihres diesjährigen Fernsehpreises bekanntgegeben. Zu den Ausgezeichneten gehört erneut Satiriker Jan Böhmermann. Insgesamt wurden vor allem Produktionen von ARD und ZDF prämiert.

Die begehrten Trophäen gehen an... . dpa

Grimme-Preis

Die begehrten Trophäen gehen an... .

EssenFernsehstoffe von gesellschaftlicher Aktualität zählen zu den großen Gewinnern des diesjährigen Grimme-Preises. Die Preisträger - fast ausnahmslos von öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten - gab das Grimme-Institut am Mittwoch in Essen bekannt. Unter anderem gehen die begehrten Auszeichnungen für Qualitätsfernsehen 2017 an die Macher des ersten Teils der ARD-Spielfilm-Triologie „Mitten in Deutschland“ über den rechtsterroristischen NSU (unter anderem mit Anna Maria Mühe als Beate Zschäpe) sowie an die Produzentin Gabriela Sperl für das Gesamtkonzept des aufrüttelnden Mehrteilers.

Auch journalistische Dokumentationen über die Abschiebung von Asylbewerbern, die Ausbreitung der Seuche Ebola in Liberia sowie Kriegsreportagen aus dem Grenzgebiet zwischen Syrien und dem Irak waren der Wettbewerbskommission weitere der insgesamt 15 Preise wert. Für erneut auszeichnungswürdig hält sie die Arbeit des Teams der ZDF-Show „Neo Magazin Royale“ rund um den TV-Satiriker Jan Böhmermann.

Für auszeichnungswürdig hält die Jury zwei Beiträge: Für den Coup „#verafake“ schleuste das Team zwei Schauspieler in die Kuppelshow „Schwiegertochter gesucht“ ein und legte so offen, wie Handlungen manipuliert werden. Den Beitrag „Einspielerschleife“, in dem Fernsehformate wild aneinandermontiert sind, wertete die Grimme-Kommission als gelungene Reaktion auf Böhmermanns umstrittenes Schmähgedicht und „geniale Entzauberung der Fernsehroutinen“.

Mit seiner Sendung „Neo Magazin Royale“ ist Jan Böhmermann bei der Verleihung der Grimme-Preise bereits sehr erfolgreich gewesen. Nach einem ersten Preis für die Sendung im Jahr 2014 gab es im vergangenen Jahr gleich drei Auszeichnungen des Grimme-Instituts, unter anderem den Ehrenpreis. Wegen der Aufregung um sein umstrittenes Schmähgedicht hatte er seine Teilnahme an der Gala im vergangenen Jahr dann allerdings kurzfristig abgesagt.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

09.03.2017, 11:10 Uhr

Damit wird der Grimme-Preis zum Gespött. Wie kann den jemand bekommen , der einen demokratisch gewählten Präsidenten so verhöhnt.....unfassbar.
Das ist auch nur unter einer grünsozialistischen Merkelregierung möglich.

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