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22.02.2015

17:07 Uhr

Oscars 2015

Zwei Wirtschaftsprüfer kennen die Gewinner

Brian Cullinan und Martha Ruiz sind die Hüter der Oscar-Geheimnisse: Sie kennen schon jetzt die Namen der diesjährigen Gewinner. Auf Computern werden die Resultate nicht gespeichert – aus Angst vor Hackern

Die Moderatoren erfahren erst beim Öffnen der Umschläge, wem sie den Preis überreichen dürfen. AFP

Oscar-Statue vorm Dolby Theatre

Die Moderatoren erfahren erst beim Öffnen der Umschläge, wem sie den Preis überreichen dürfen.

Los AngelesIm wirklichen Leben arbeiten sie als Wirtschaftsprüfer, doch bis Sonntagabend sind Brian Cullinan und Martha Ruiz die Hüter der Oscar-Geheimnisse. Die beiden Mitarbeiter der Firma PriceWaterhouseCoopers haben zusammen mit einigen wenigen Helfern die Stimmen der mehr als 6000 Mitglieder der Oscar-Akademie ausgezählt, die über Sieger und Verlierer bei der Gala entscheiden. Damit die Namen bis zur letzten Minute geheim bleiben, wird grundsätzlich von Hand ausgezählt. Keiner der Helfer darf eine der 24 Kategorien allein auszählen – nur Cullinan und Ruiz kennen das Gesamtergebnis.

Auf Computern werden die Resultate nicht gespeichert – aus Angst vor Hackern. „Wir drucken alles aus“, sagte Cullinan der Nachrichtenagentur AFP. Beide bekommen dann jeweils einen kompletten Satz Karten, auf die sie per Hand die Namen der 24 Sieger schreiben. Dann stecken sie die Karten in Umschläge und kleben diese zu. In zwei Aktenkoffern werden die Umschläge bis zum Beginn der Gala von Sicherheitsleuten bewacht.

Um ganz sicher zu gehen, lernen Cullinan und Ruiz die Namen der 24 Sieger aber auch noch auswendig. Am Sonntagabend werden sich die beiden dann getrennt auf den Weg zum Dolby Theatre in Hollywood machen. Die Moderatoren erfahren erst beim Öffnen der Umschläge, wem sie den Preis überreichen dürfen.

Die Oscars werden am Sonntagabend (Montag 02.30 MEZ) zum 87. Mal in Los Angeles verliehen. Besonders gute Chancen auf einen der begehrten Filmpreise haben die Showbiz-Satire „Birdman“ und die britisch-deutsche Komödie „Grand Budapest Hotel“ mit je neun Nominierungen. Als aussichtsreicher Kandidat für den besten Film des Jahres gilt zudem das Langzeitprojekt „Boyhood“.

Von

afp

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