Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.11.2014

14:29 Uhr

Pablo Picasso

Das Malergenie in der Werkstatt

Pablo Picasso hat zeit seines Lebens unermüdlich Neues ausprobiert; nicht nur mit dem Pinsel, sondern auch mit graphischen Druckverfahren. Eine Ausstellung in der Galerie Boisserée kreist um seine Arbeit mit der Lithographie.

Lithopresse aus den Mourlot-Studios Paris, undatiert. Quelle: Galerie Boisserée

Lithopresse aus den Mourlot-Studios Paris, undatiert. Quelle: Galerie Boisserée

KölnDie Kölner Galerie Boisserée hat ein Konvolut von Original-Graphiken Pablo Picassos auf den Markt gebracht. Sie zeigen Picassos Bildfindungen bei der Lithographie. Die meisten davon sind nach 1945 entstanden. Einige Radierungen aus den 1920er- und 1930er-Jahren im Spätdruck bilden die Ausnahmen. Das Preisspektrum liegt zwischen 7.900 bis 17.800 Euro.

Überwiegend handelt es sich bei den weit über 100 Blättern um Lithographien. Sie entstanden zwischen 1945 und 1969 in der Werkstatt des Druckers Fernand Mourlot in Paris. Picasso beschäftigte sich in diesem Zeitraum intensiv mit dem Steindruckverfahren; einige Monate pro Jahr lebte er sogar bei Mourlot.

Was am 14. Juni 1946 geschah

„Die Werke stammen größtenteils von einem Sammler aus Frankreich aus dem Umfeld der Mourlots“, erklärt Thomas Weber, der wie Johannes Schilling geschäftsführender Gesellschafter der traditionsreichen Galerie Boisserée in Köln ist. Schilling übernahm die Kunsthandlung 1988 von seinem Vater; gegründet wurde sie bereits 1838. „Wir haben die Picasso-Graphiken erworben, deswegen haben wir sie vorher genau geprüft“, so Weber.

Die Lithographien, deren Auflagen jeweils meist bei 50 liegen, decken die Sujetvielfalt Picassos ab: weibliche Akte, Stillleben, Fabelwesen, insbesondere aber seine markantesten Motive: Frauenporträts und der Stier im Wechsel mit der mythologischen Figur des Minotaurus. Drei Porträts seiner Lebensgefährtin Françoise Gilot vollendete Picasso am 14. Juni 1946. Er pflegte das Tagesdatum auf seinen Blättern zu notieren. Zwei Arbeiten wurden bereits verkauft, den Preis der dritten gibt es auf Anfrage.

Ebenfalls auf denselben Tag datiert sind fünf schwarzweiße musizierende Faune und der griechische Hirtengott Pan (10.03.1948). Sie liegen preislich zwischen 28.500 und 32.500 Euro.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×