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19.01.2015

12:29 Uhr

Paris Beaux-Arts

Messekonzept findet weniger Anklang als gedacht

VonOlga Grimm-Weissert

Für die neue Antiquitätenmesse „Paris Beaux-Arts“ haben sich nur 45 Händler angemeldet. Die meisten kommen aus Frankreich und sind noch wenig bekannt. Viele Galeristen für die jüngere Kunst verzichteten auf eine Teilnahme.

Armand Albert Rateau, "Canapé" (Sitzbank ca. 1920 aus der persönlichen Sammlung von A. A. Rateau. Quelle: Galerie Mathivet, Paris Beaux-Arts

Armand Albert Rateau, "Canapé" (Sitzbank ca. 1920 aus der persönlichen Sammlung von A. A. Rateau. Quelle: Galerie Mathivet, Paris Beaux-Arts

ParisDer französische Verband der Antiquitätenhändler (Syndicat National des Antiquaires) hat eine neue Messe aus der Taufe gehoben. Sie trägt den veraltet klingenden Namen „Paris Beaux-Arts“ und findet vom 1. bis 5. April 2015 im zentral gelegenen „Carrousel du Louvre“ statt. Dort hatte jahrelang auch die ebenfalls vom Verband organisierte Antiquitäten-Biennale Unterschlupf gefunden, während das Grand Palais umgebaut wurde.

Das neue Organisationskomitee unter der Leitung des Teppichhändlers Dominique Chevalier, der den letzten Verbandspräsidenten Christian Deydier zwei Monate vor der Biennale abwählen ließ, konnte bis Mitte Januar nur 45 Aussteller zur Teilnahme überreden. 60 Aussteller waren ursprünglich angekündigt worden. Darunter sind nur zwei belgische und eine italienische Teilnehmer zu finden.

Angeboten werden Gemälde, Skulpturen und Kunsthandwerk von der Antike bis zum 21. Jahrhundert. Von internationalem Rang sind nur die Galerien Benjamin Steinitz (Möbel und Objets d'art), Anisabelle Berès (Moderne Gemälde), Georges De Jonckheere (Altmeister), Bernard de Leye (Silber) und Makassar (Art Déco). Das Gros der Aussteller ist selbst in Frankreich ziemlich unbekannt.

Fabien Mathivet, Händler für Art Déco und Organisator der Paris Beaux-Arts. Foto: Hervé Lewandowski, courtesy: Syndicat National des Antiquaires

Fabien Mathivet, Händler für Art Déco und Organisator der Paris Beaux-Arts. Foto: Hervé Lewandowski, courtesy: Syndicat National des Antiquaires

Messe ohne jüngere Kunst

Der junge Art Déco-Händler und Messeorganisator Fabien Mathivet insistiert, dass Expräsident Christian Deydier den Ort und Zeitpunkt für die neue Messe festlegte. Darauf angesprochen, erklärt der auf antike chinesische Bronze spezialisierte Deydier, dass er drei Kriterien für die neue Messe festlegte: sie müsse jedes Jahr stattfinden, an einem anderen Ort als die Antiquitäten-Biennale und zu einem anderen Datum.

Deydier hatte bereits mit dem Komitee der Kunstgalerien und ihrem Präsidenten Georges-Philippe Vallois ein Sparten übergreifendes Messekonzept für 120 Aussteller im Carrousel du Louvre entwickelt und die niedrigen Standmieten empfohlen. Sie betragen nach wie vor 15.000 Euro für 20 Quadratmeter.

Vallois bestätigt dies dem Handelsblatt gegenüber und gibt zu verstehen, dass es kompliziert schien, mit dem neuen Organisationskomitee der Antiquitätenhändler das bereits durchdachte Messekonzept durchzuziehen. Die Galeristen für jüngere Kunst verzichteten sang- und klanglos auf ihre Beteiligung. Ob sich die neue Messe unter diesen Umständen neben den existierenden Messen durchsetzen kann, muss sich zeigen.

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