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18.10.2012

14:35 Uhr

Pariser Kunstmesse Fiac eröffnet

Wie Paris wieder modern werden will

VonThomas Hanke

Mit der Fiac will Paris das Image als verstaubte Kunstmetropole auffrischen. In diesem Jahr zeigt sich die Messe so international wie nie. Vertreten sind Künstler wie Damien Hirst oder Ai Weiwei.

Fiac-Besucher laufen hinter „The Incomplete Truth, 2007“ von Damien Hirst. dapd

Fiac-Besucher laufen hinter „The Incomplete Truth, 2007“ von Damien Hirst.

ParisBis zum 21. Oktober läuft die Fiac, die Pariser Messe für zeitgenössische Kunst. Sie ist das wichtigste Instrument der französischen Hauptstadt, um den eigenen Ruf einer in der Vergangenheit erstarrten und verstaubten Kunstmetropole aufzufrischen. Jennifer Flay, Direktorin der Fiac, hat damit Erfolg.

„Bis vor kurzem dachte man ja, Paris käme nie aus dem Muff der 50er Jahre heraus, aber das ist mittlerweile vorbei“, stellt ein führender deutscher Galerist fest: „Jennifer Flay leistet hervorragende Arbeit.“ Ihr Bemühen, die Messe stärker zu internationalisieren, setzt sie in diesem Jahr fort: Zum ersten Mal sind Galerien aus 25 Ländern vertreten, insgesamt 182 an der Zahl. Das Spektrum reicht vom Expressionismus bis zur Gegenwartskunst.

Die meisten Aussteller haben Platz im Grand Palais gefunden, dem mit einer Glaskuppel geschmückten Bau der Weltausstellung von 1900. Zum ersten Mal seit seiner Renovierung wird der Salon d'Honneur wieder geöffnet, den man über die beiden geschwungenen Ehrentreppen erreicht.

Hier hat Flay gut 20 Galerien von Balice Hertling bis Jocely Wolff platziert, die als besonders gewieft beim Aufspüren und Vermarkten junger Talente gelten. Neben dem Grand Palais gibt es auch Ausstellungsräume in den Tuilerien und im Jardin de Plantes.

Die Fiac ist kein Ort des Experimentierens junger Wilder, sondern Marktplatz für Sammler, die Künstler mit einem bereits etablierten Ruf suchen. Entsprechend strikt geht Flay bei der Auswahl der Garien vor: Chancen haben nur diejenigen, die ein attraktives Portefeuille bekannter Namen bieten. Paris geht also auf Nummer sicher. Auf der anderen Seite bemüht die Organisation sich auch darum, für die kaufkräftige Nachfrage zu sorgen, indem sie genügend potente Sammler einlädt und für ein attraktives Rahmenprogramm nicht nur aus trockenen Vorträgen, sondern auch aus Veranstaltungen und Parties sorgt.

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