Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.06.2016

16:25 Uhr

Pia Fries

„Es geht nicht nur nett zu auf der Leinwand“

VonSusanne Schreiber

Zum Kunstwochenende in München gewährt die Galerie Thomas Einblick in das außerordentliche malerische Werk von Pia Fries. Hier türmt sich pastos aufgetragene Farbe zu brillanter Abstraktion.

Farbmassen auf dem zweiteiligen Gemälde "clockwise" von Pia Fries. Öl und Siebdruck auf Holz, 2002, 260 x 405 cm. Quelle: Pia Fries / VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Gekämmt, geschichtet und geschliffen

Farbmassen auf dem zweiteiligen Gemälde "clockwise" von Pia Fries. Öl und Siebdruck auf Holz, 2002, 260 x 405 cm. Quelle: Pia Fries / VG Bild-Kunst, Bonn 2016

MünchenPia Fries‘ Bilder auf Holz nehmen in der Geschichte der abstrakten Malerei eine singuläre Position ein. Die Schweizerin, die an Kunstakademie Düsseldorf studierte, bringt so viel Farbe auf den Bildträger, dass sie sich geradezu hoch türmt und als Relief Schatten wirft. Für Fries ist Farbe Materie, nicht aber Symbol für Inhalte.

Kräfte kartographieren

Damit die nuancierten Farbmassen ins Tanzen und Schweben geraten, verformt sie diese mit Kämmen und selbstgebauten Instrumenten. Schichtet und schleift diese aber auch wieder weg: „Es geht nicht nur nett zu auf der Leinwand“, räumt die Malerin im Handelsblatt-Interview ein (Atelierbesuch und HB-Edition). In einem längeren Prozess entstehen so Abstraktionen von großer Ausstrahlung und Faszination. Im Grunde verhandelt Fries Kräfteverhältnisse, indem sie Kraftfelder auf weißem Bilduntergrund kartographiert.

Handelsblatt-Edition Pia Fries: „Die Hand denkt mit“

Handelsblatt-Edition Pia Fries

„Die Hand denkt mit“

Eine Zeitung als Farbe: Die Düsseldorfer Künstlerin Pia Fries hat eine Titelseite des Handelsblatts in ihrem Werk „Ohne Titel (o. T.)“ verarbeitet. Exklusiv für Handelsblatt-Leser stehen 50 Exemplare zum Verkauf.

Premiere in der Galerie Thomas

Erstmals zeigt die Galerie Thomas in München während des Kunstwochenendes Arbeiten von Pia Fries (24.-26.6.). Da laden die führenden Galerien mit verlängerten Öffnungszeiten – auch am Sonntag -  zum entspannten Kunstschauen ein. 14 Galerien zeigen sorgfältig kuratierte Gruppen- und Einzelausstellungen während des Münchener Filmfestes und den Opernfestspielen.

Zur Eröffnung in der Galerie Thomas gibt es am Freitag, den 24. Juni ab 19 Uhr ein Gespräch mit der Künstlerin. Unter den zwei Dutzend Bildern von Pia Fries sind etliche Großformate, die meisten entstanden zwischen 2013 und 2016. Zu Fries‘ unverwechselbarem malerischem Ansatz gehört, dass sie Siebdruck und Malerei mit heftigen Gesten in kraftstrotzenden Kompositionen in Balance hält.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×