Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.09.2011

09:40 Uhr

„Post-it-War“

Wenn Pariser sich gegenseitig eine Kleben

In Paris funktionieren Firmen-Mitarbeiter ihr Büromaterial um und basteln aus Post-its ganze Kunstwerke. Inzwischen ist daraus ein regelrechter Wettstreit entstanden. Und aus diesem Wettstreit echte Kunstwerke.

Zweckentfremdetes Büromaterial sorgt in Frankreich für Schlagzeilen. Mitarbeiter von Pariser Unternehmen liefern sich seit dem Sommer einen künstlerischen Wettstreit mit Werken aus Post-it-Zetteln. dpa

Zweckentfremdetes Büromaterial sorgt in Frankreich für Schlagzeilen. Mitarbeiter von Pariser Unternehmen liefern sich seit dem Sommer einen künstlerischen Wettstreit mit Werken aus Post-it-Zetteln.

ParisIm Kampf gegen mögliche Langeweile am Arbeitsplatz haben Angestellte in Frankreich eine kreative Beschäftigungstherapie entwickelt. In den Fenstern und Büros von Pariser Unternehmen sind seit dem Sommer zahlreiche Kunstwerke aus bunten Klebezetteln zu bestaunen. Viele der zum Teil riesigen Bilder zeigen Figuren aus alten Videospielen wie Super Mario oder Pac-Man. Aber auch Marilyn-Monroe-Porträts im Stil des Pop-Art-Art-Künstlers Andy Warhol oder Asterix und Obelix werden aus den kleinen Zetteln geklebt.

Zwischen gegenüberliegenden Unternehmen sind regelrechte Wettstreits um das größte und beeindruckendste Kunstwerk an den Fenstern der Außenfassade entbrannt.

Angefangen haben soll das alles im Pariser Vorort Montreuil. Dort schmückten Mitarbeiter des Computerspielriesen Ubisoft im Juni ihre Büros mit kleinen Aliens, die aus den Merkzetteln bestanden.

Angestellte der benachbarten Bank BNP Paribas zeigten sich begeistert und antworteten einfallsreich. Sie ließen sich vom Videospiel „Space Invaders“ inspirieren und klebten ein Raumschiff in ihr Fenster, das die Aliens symbolisch abschoss. Der „Post-it-War“ (deutsch: Krieg der Post-it-Klebezettel) hatte begonnen.

In den kommenden Wochen sprach sich die Idee schnell herum und in ganz Paris entstanden ähnliche Wettkämpfe. Die Beteiligten betonen, die künstlerische Betätigung habe sogar eine soziale Komponente. Früher habe es kaum Kontakte mit den Mitarbeitern von Unternehmen auf der anderen Straßenseite gegeben, sagte ein Pariser Angestellter dem Sender France 3. Seit dem Ausbruch des „Post-it-War“ sei das schlagartig anders.

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

JanineKroser

22.09.2011, 13:20 Uhr

Habe hierzu heute auf meiner Facebook Pinnwand einen nützlichen Link entdeckt, auf dem man seine Bildchen hochladen kann und sie direkt kommentriert und bewertet werden. Falls es in Deutschland auch noch zum Megatrend mutiert stellt die neue Seite eine schöne Basis dar. Unser Post-it-Robo haben wir auch schon hinzugefügt. Hier noch der Link: http://www.zettelkrieg.de

Account gelöscht!

03.10.2011, 16:49 Uhr

Wer sich für die Originale der Post-it Welle interessiert. Dort gibt es die "Gründerwerke" des Post-it Kriegs in Paris zu sehen :
http://www.facebook.com/media/set/?set=a.226067294113839.73090.119676118086291

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×