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27.01.2011

17:40 Uhr

Preußen-Stiftung

Gute Ausstellungen locken viele Besucher an

VonChristian Herchenröder

Die Jahrespressekonferenz der Stiftung Preußischer Kulturbesitz veröffentlicht neben gestiegenen Besucherzahlen (4,7 Millionen), einem ausgeglichenen Haushalt von 253 Millionen Euro auch das Ausstellungsprogramm. Höhepunkte sind eine Schau zur Renaissance-Schau und eine zum 150. Geburtstag der Nationalgalerie.

K.F. Schinkels "Gotische Kirche auf einem Felsen am Meer" war 1815 das erste Gemälde, das Bankier Wagener, der Stifter der Nationalgalerie, erwarb (Ausschnitt). Katalog Nationalgalerie

K.F. Schinkels "Gotische Kirche auf einem Felsen am Meer" war 1815 das erste Gemälde, das Bankier Wagener, der Stifter der Nationalgalerie, erwarb (Ausschnitt).

BERLIN. Die Bilanz der Stiftung Preußischer Kulturbesitz für das Jahr 2010 kann sich sehen lassen. Trotz schwieriger finanzieller Vorgaben wurde ein ausgeglichener Haushalt vorgelegt. Eine Zuschusserhöhung von 5 Millionen Euro konnte die gestiegenen Personal- und Betriebskosten auffangen. Für das Jahr 2011 fallen Gesamtausgaben von 252,9 Millionen Euro an, davon 158,1 Millionen für den Betriebsetat. Für die Bauinvestitionen der Stiftung stellt der Bund 94,7 Millionen zur Verfügung. Hauptprojekte sind die Arbeiten für die James Simon-Galerie, den zentralen, für die Besucherbetreuung und Sonderausstellungen entworfenen Funktionsbau, und die schrittweise Grundsanierung des Pergamonmuseums.

Run auf die Museen

Kontinuierlich wachsende Ausstrahlung der Berliner Museen belegen die Besucherzahlen. Trotz der extremen Verkehrsprobleme in der Hauptstadt wurden 4,72 Millionen Besuche gezählt, rund 700.000 mehr als im Vorjahr. Den Löwenanteil daran haben das Neue Museum (1,14 Millionen) und das Pergamonmuseum (1,03 Millionen). Die drei notorisch unterbesuchten Häuser am Kulturforum haben dagegen mit 268.000 Besuchen nur wenig mehr Interessenten als das Bode-Museum angelockt.

Die Pläne

Die in der Jahrespressekonferenz vorgestellten Projekte verbinden hauptstädtischen Glanz mit Weltläufigkeit. Die Kooperation mit China, bekräftigt mit einer Ausstellung zur Kunst der Aufklärung in Peking, und intensiver Austausch m Russland prägen die Museumsarbeit. In Vorbereitung sind die Ausstellungen "Bronzezeit" und eine große Schau zum Thema "Russen und Deutsche - 1000 Jahre Geschichte, Kunst und Kultur", die im Sommer 2012 in Moskau läuft und im Herbst des Jahres ins Obergeschoss des Neuen Museums wandert.

Ausstellungen in 2011

Zu den wichtigsten Ausstellungsprojekten in Berlin gehört die große, schon jetzt mit Vorverkauf bedachte Schau über Porträtkunst der italienischen Renaissance aus im Bodemuseum (eine Kooperation mit dem New Yorker Metropolitan Museum vom 25.8. bis 20.11.). Der Reigen beginnt mit den frisch restaurierten Schätzen aus dem Palast von Tell Halaf (28.1. bis 14.8. im Pergamonmuseum) und setzt sich fort mit einer Blütenlese persischer Miniaturen im Museum für Islamische Kunst, das vor der größten Umstrukturierung seiner Geschichte steht ("Schahname. Tausend Jahre Persisches Buch der Könige" vom 22.3. bis 29.5.).

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