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02.03.2011

09:22 Uhr

Quittenbaum

Hochbegehrtes Muranoglas

VonBettina Beckert

Einen Weltrekordpreis von 94 000 Euro fuhr das Auktionshaus Quittenbaum für eine gesuchte „Primavera“- Glasvase von Barovier ein. Von solchen Spitzen abgesehen eignet sich Muranoglas für Einsteiger.

Nr 47861: Die durchsichtige Vase Ercole Barovier Vase "primavera" 1929/30 Höhe 33,7 cm Ausführung: Vertreria Artistica Barovier & C. Schätzpreis: Euro 60.000 - 70.000 Zuschlag: Euro 94.000. Quelle: Copyright Quittenbaum Kunstauktionen

Nr 47861: Die durchsichtige Vase Ercole Barovier Vase "primavera" 1929/30

Höhe 33,7 cm

Ausführung: Vertreria Artistica Barovier & C.

Schätzpreis: Euro 60.000 - 70.000

Zuschlag: Euro 94.000.

MünchenDer Dekor „Primavera“, den die Glasmanufaktur Vetreria Artistica Barovier & C. Ende der zwanziger Jahre schuf war ein Zufallsprodukt und es gelang der Manufaktur nicht, diese Dekorlinie weiterzuführen. So gehören Stücke mit diesem Dekor zu den seltensten und gefragtesten Murano-Glaskunstwerken überhaupt. Ein Stoff, der für Legenden sorgt und nun auch für Höchstpreise. Bei 94.000 Euro (netto) schlug Auktionator Askan Quittenbaum am 15. Februar eine seltene Vase mit diesem Dekor in Balusterform zu. Über eine lange Strecke stritten sich zwei Bieter, bei 93 000 Euro stieg noch kurz ein neuer, dritter Bieter ein (Taxe 60.000 – 70.000). Der nach diesem spannenden Bietgefecht erzielte Preis stellt einen Weltrekord, so Askan Quittenbaum, für eine „Primavera“-Vase dar und ist einer der höchsten Zuschläge für Muranoglas überhaupt. Ercole Barovier entwarf die Rarität  1929/30, sie befand sich seit den 30er-Jahren noch im Erstbesitz einer schwedischen Familie. Nun geht sie in die Sammlung einer mitteleuropäischen Institution über. Die „Primavera-Vase“ war das Starlos der dreiteiligen Auktion, bei der unter dem Titel „Dolce Vita“ rund 220 Murano-Stücke aufgerufen wurden. Askan Quittenbaum spricht von einem „volatilen“ und kleinen Markt. In diesem Fall wurden die Werke aber gut aufgenommen, meist von Sammlern.

Geeignet für kleineres Budget

Eine frühe, kobaltblaue Vase von Barovier mit Blütendekor erzielte 20 000 Euro zugunsten eines amerikanischen Bieters (20.000 – 24.000). In eine italienische Privatsammlung geht eine „Scozzese“-Vase von Fulvio Bianconi, die um 1954 produziert wurde. Sie erzielte 20 000 Euro (15 000 – 18 000). Dennoch ist der Markt auch für junge Sammler und Liebhaber mit schmalerem Budget geeignet. Denn abgesehen von dem Rekordpreis und einer Handvoll fünfstelliger Zuschläge bewegt sich der überwiegende Teil der Zuschläge zwischen 800 und 2 500 Euro.

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