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04.05.2012

21:20 Uhr

R.I.P „MCA“

Gründer der Beastie Boys verliert Kampf gegen Krebs

Knapp drei Jahre nachdem bekannt wurde, dass Adam „MCA“ Yauch an Krebs leidet, ist der Gründer der Beastie Boys daran gestorben. Er hinterlässt ein Werk, das maßgeblich zum Aufstieg des Hip Hop beigetragen hat.

Der etwas andere Hip-Hop-Superstar: Adam Yauch. dapd

Der etwas andere Hip-Hop-Superstar: Adam Yauch.

New YorkAdam Yauch, Gründer der Beastie Boys, ist tot. Der Musiker starb nach Angaben der Rock and Roll Hall of Fame und seines früheren Managers Russell Simmons am Freitag im Alter von nur 47 Jahren. Yauch hatte vor drei Jahren bekanntgegeben, dass er an Krebs leidet.

Yauch wurde 1964 im New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren, als Schüler brachte er sich selbst das Spielen des Basses bei. Seine Drei-Mann-Band, aus der später die Beastie Boys hervorgingen, machte zunächst Punk-Musik, schwenkte dann aber auf Hip Hop um. Zu den größten Hits der New Yorker gehört „You Gotta Fight for Your Right To Party!“.

2009 hatte Yauch erklärt, er habe einen Tumor in seiner Ohrspeicheldrüse. Musikgröße Simmons twitterte am Freitag: „Ruhe in Frieden.“ Der Tod des Musikers löste bei viele Stars Bestürzung aus. "Niedergeschlagen von der Nachricht von Adam Yauchs Tod. Ein echter Pionier der Kunst", erklärte etwa Hollywood-Schauspieler und Sänger Justin Timberlake über den Online-Kurznachrichtendienst Twitter.

Yauch wird von seinen Eltern überlebt und hinterlässt seine Frau und eine 14 Jahre alte Tochter.

Zusammen mit Gitarrist Adam Horovitz (Ad-Rock) und Schlagzeuger Michael Diamond (Mike D) wagte sich Yauch, Künstlername MCA, in den 80er Jahren an ganz neue, experimentelle Musikformen. Damit fiel die Gruppe beim Publikum oft durch, erregte aber Aufsehen in der Musikszene.

Die Beastie Boys am Anfang ihres Aufstiegs in den 80er-Jahren: Adam „Adrock“ Horowitz, Michael „Mike D“ Diamond und Adam „MCA“ Yauch. dapd

Die Beastie Boys am Anfang ihres Aufstiegs in den 80er-Jahren: Adam „Adrock“ Horowitz, Michael „Mike D“ Diamond und Adam „MCA“ Yauch.

1986 kam der Durchbruch mit der Platte „Licensed to Ill“. „Paul Revere“ und „Brass Monkey“ wurden zum Erfolg - bis heute ein absoluter Partyknüller ist jedoch „You Gotta Fight for Your Right To Party!“. Die Platte der New Yorker war das erste Hip-Hop-Album in der Billboard-200-Hitliste.

Die Band machte mehr als 25 Jahre Musik und gehört damit zu den langlebigsten Hip-Hop-Gruppen der Musikgeschichte. Mehr als 40 Millionen Alben verkauften die Beastie Boys. Erst vor einem Monat war die Band in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen worden.

Letztes Jahr war das letzte Album erschienen, „Hot Sauce Committee Part Two“. Yauchs Tod könnte nun für einen Ansturm auf die Platte sorgen.

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