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16.10.2013

17:09 Uhr

Renommierter Literaturpreis

Booker-Preis geht an Neuseeländerin Catton

Sie ist die bisher jüngste Gewinnerin des Man-Booker-Preises: Eleanor Catton. Die Neuseeländerin erhielt die Auszeichnung für ihren Roman „The Luminaries“.

Die neuseeländische Autorin Eleanor Catton hat den Booker Prize gewonnen. AFP

Die neuseeländische Autorin Eleanor Catton hat den Booker Prize gewonnen.

London/BarcelonaAls bisher jüngste Gewinnerin hat die erst 28 Jahre alte Autorin Eleanor Catton aus Neuseeland den Man-Booker-Preis für englischsprachige Literatur erhalten. Sie bekam die renommierte Auszeichnung, die mit 50 000 Pfund (gut 59 000 Euro) dotiert ist, für ihren zweiten Roman „The Luminaries“. Einer der höchstdotierten Literaturpreise der Welt, der mit rund 600 000 Euro dotierte Planeta-Preis, ging in Barcelona an die spanische Erfolgsautorin Clara Sánchez.

Catton erhielt den Man-Booker-Preis für ihr 832 Seiten starkes Buch am Dienstagabend von Herzogin Camilla in London überreicht. Den Roman, der im Neuseeland des 19. Jahrhunderts zu Zeiten des Goldrausches spielt, hatte Catton mit 25 Jahren zu schreiben begonnen. Der Juryvorsitzende Robert Macfarlane sagte bei der Preisverleihung: „Es ist ein überwältigendes Werk. Es ist ein leuchtendes Werk. Es ist gewaltig, ohne ausufernd zu werden.“

Catton wurde 1985 in Kanada geboren und wuchs in Neuseeland auf. „The Luminaries“ ist ihr zweites Werk. Ihr Debüt „The Rehearsal“ (2008) ist auch auf Deutsch erschienen („Die Anatomie des Erwachens“, Arche Verlag).

Literaturpreise und Dotierungen

Nobelpreis für Literatur

Die Schwedische Akademie vergibt mit dem Preis acht Millionen Schwedische Kronen (rund 910 000 Euro).

Premio Planeta de Novela

Die Verlagsgruppe Planeta prämiert den besten Autor eines spanischsprachigen Buches mit 601 000 Euro.

Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis

Der Schwedische Kulturrat zeichnet den besten Kinder- und Jugendbuchautor mit dem Preis und fünf Millionen Schwedischen Kronen (rund 570 000 Euro) aus.

Cervantes-Preis

Die wichtigste spanische Literaturauszeichnung bringt dem Gewinner 125 000 Euro.

Booker Prize

Der Autor des besten Romans aus Großbritannien, dem Commonwealth oder Irland erhält 52 500 Britische Pfund (rund 62 000 Euro).

Georg-Büchner-Preis

Für den höchstdotierten Literaturpreis im deutschsprachigen Raum winkt ein Preisgeld von 50 000 Euro.

Ingeborg-Bachmann-Preis

Die österreichische Stadt Klagenfurt stiftet für den Bachmannpreisträger auf den „Tagen der deutschsprachigen Literatur“ 25 000 Euro.

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels übergibt dem Preisträger 25 000 Euro.

Pulitzer Prize

Neben Journalisten werden in den USA auch Schriftsteller mit dem Preis ausgezeichnet. Dem Gewinner einer der derzeit 21 Kategorien winken 10 000 US-Dollar (rund 7400 Euro).

Prix Goncourt

Der Gewinner des prestigeträchtigen französischen Literaturpreises muss sich mit symbolischen zehn Euro begnügen.

Der Booker-Preis, der jedes Jahr verliehen wird, gilt als eine der wichtigsten literarischen Ehrungen für englischsprachige Autoren aus Großbritannien, dem Commonwealth sowie aus Irland. Vergangenes Jahr hatte die britische Autorin Hilary Mantel gewonnen, bereits zum zweiten Mal. Im kommenden Jahr sollen auch englischsprachige Autoren aus anderen Ländern teilnehmen können.

Der Planeta-Preis ist der höchstdotierte Literaturpreis der spanischsprachigen Welt, 478 Bewerber waren in diesem Jahr dabei. Die 58-jährige Sánchez erhielt ihn für ihren Roman „El cielo ha vuelto“ (Der Himmel ist zurückgekehrt). Das Werk handelt von einer jungen Frau, die als Model erfolgreich ist und aufgrund einer mysteriösen Morddrohung ihr Leben völlig neu überdenkt. Die Auszeichnung, die der Planeta-Verlag seit 1952 vergibt, ist nach dem Nobelpreis der höchstdotierte Literaturpreis der Welt.

Die Autorin hatte 2000 bereits den Alfaguara- und 2010 den Nadal-Preis gewonnen, zwei bedeutende Literaturpreise in Spanien. Einige ihrer Werke wurden auch ins Deutsche übersetzt, wie „Letzte Notizen aus dem Paradies“ oder „Was dein Name verbirgt“.

Überraschend gewann die Filmregisseurin und Drehbuchautorin González-Sinde mit ihrem Roman „El buen hijo“ (Der gute Sohn) den mit 150 000 Euro dotierten zweiten Preis. Die 48-Jährige hatte von 2009 bis 2011 der sozialistischen Regierung von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero als Kulturministerin angehört.

Von

dpa

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