Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.08.2014

08:58 Uhr

Richard Attenborough

Der Tausendsassa ist tot

Jahrzehntelang dominierte er die Welt des britischen Films. Für seinen Monumentalfilm „Gandhi“ erhielt er zwei Oscars. Nun ist der Regisseur Richard Attenborough, den seine Fans liebevoll „Dickie“ nannten, gestorben.

Verlust für Filmwelt

Britischer Star Richard Attenborough gestorben

Verlust für Filmwelt: Britischer Star Richard Attenborough gestorben

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

LondonEin magerer Lendenschurzträger hat nicht jedem Regisseur zum Gipfelsturm verholfen. Doch Richard Attenboroughs Monumentalfilm „Gandhi“ (1982) über den indischen Freiheitskämpfer räumte acht Oscars ab und bescherte dem Briten Weltruhm. Spätestens seitdem war Attenborough vor allem in seiner Heimat im kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Leben eine unangreifbare Größe. Vom Königshaus bis zum Premierminister: Die Kontakte des Mannes mit dem weißen Rauschebart reichten bis ganz nach oben – für die meisten war Lord Attenborough trotzdem schlicht „Dickie“. Am Sonntag starb der Regisseur und Schauspieler im Alter von 90 Jahren, wie sein Sohn der BBC sagte.

Während seiner langen Karriere beschäftigte Attenborough dabei kaum etwas wie das Leben Gandhis. Mehr als zwei Jahrzehnte hatte er das Epos geplant und Geld gesammelt. Belohnt wurde er mit Oscars, unter anderem für den „Besten Film“ und „Beste Regie“. „Ich will unterhalten und das Publikum dabei auch zum Nachdenken anregen“, erklärte Attenborough einst.

Das Werk des Richard Attenborough

„Die Brücke von Arnheim“ 1977

„Ich will unterhalten und das Publikum dabei auch zum Nachdenken anregen“, erklärte Attenborough einst. Dies gelang ihm mit dem Kriegsfilm „Die Brücke von Arnheim“ (1977), der auch in Deutschland große Beachtung fand.

Gandhi 1982

Attenboroughs Monumentalfilm „Gandhi“ (1982) über den indischen Freiheitskämpfer räumte acht Oscars ab und bescherte dem Briten Weltruhm.

„A Chorus Line“ 1985

Mit „A Chorus Line“ (1985), in dem er die Schattenseiten des Showgeschäfts beleuchtet, bewies Attenborough ein weiteres Mal sein Talent, mit fröhlichen und traurigen Momenten zu unterhalten.

„Cry Freedom“ 1987

Auch mit dem Anti-Apartheidsdrama „Cry Freedom“ (1987) berührte er das Publikum.

„Charlie“ 1992

Zu seinen bekannten Werken gehören das filmische Porträt über Charlie Chaplin „Charlie“ von 1992.

„Jurrasic Park“ 1993

Bei seinem unermüdlichen Engagement hinter der Kamera wird oft vergessen, dass Attenborough Dutzende Male als Schauspieler auftrat, darunter als exzentrischer Milliardär in Spielbergs Dinosaurier-Streifen „Jurassic Park“.

„In Love and War“ 1996

Das Drama „In Love and War“ (1996), in dem Attenborough wieder Regie führte, handelt von der ersten Liebe des Schriftstellers Ernest Hemingway

Dies gelang ihm schon zuvor mit seinem Kriegsfilm „Die Brücke von Arnheim“ (1977), der auch in Deutschland große Beachtung fand. Auch mit dem Anti-Apartheidsdrama „Cry Freedom“ (1987) oder mit „A Chorus Line“ (1985), in dem er die Schattenseiten des Showgeschäfts beleuchtet, berührte er das Publikum. Zu seinen bekannten Werken gehören zudem das filmische Porträt über Charlie Chaplin „Charlie“ (1992) und das Drama „In Love and War“ (1996) über die erste Liebe Hemingways.

Bei seinem unermüdlichen Engagement hinter der Kamera wird oft vergessen, dass Attenborough Dutzende Male als Schauspieler auftrat, darunter in den 40er Jahren als psychopathischer Gangster mit Babygesicht in „Brighton Rock“ oder als exzentrischer Milliardär in Spielbergs Dinosaurier-Streifen „Jurassic Park“ 1993.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×