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17.08.2011

09:47 Uhr

Robert Redford

Ein Rebell wird 75

Robert Redford feiert seinen 75. Geburtstag. Seinen Durchbruch erzielte die Hollywood-Ikone mit Filmen wie „Zwei Banditen“ oder „Der Clou“. Doch die Regie über seine Karriere hat sich Redford nie nehmen lassen.

Der leidenschaftliche Baseball-Spieler Robert Redford bei einem Spiel der Pittsburgh Pirates. Quelle: picture alliance

Der leidenschaftliche Baseball-Spieler Robert Redford bei einem Spiel der Pittsburgh Pirates.

BerlinDer volle rotblonde Haarschopf wirkt zerzaust, das Gesicht zerfurcht: Robert Redford ähnelt seit längerem nicht mehr dem Idealbild, das seine berühmten Filmrollen geprägt haben. Das nimmt er anscheinend gelassen hin. Man müsse der Natur ihren Lauf lassen, sagte er in einem Interview. „In Amerika gilt das Altern fast als etwas Illegales. Dabei kann es wunderbar sein.“ Am Donnerstag (18. August) kann der Schauspieler und Regisseur seinen 75. - nach einigen Quellen erst den 74. - Geburtstag feiern.

Sein jüngster Film, „Von Löwen und Lämmern“, wirft Fragen auf, die zum zehnten Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 erneut diskutiert werden. Redford sagte zum Kinostart 2007 in Deutschland, ihn habe als Regisseur beschäftigt, welche Faktoren zu den Kriegseinsätzen der USA in Irak und Afghanistan führten: „Wie ist es möglich, dass die Medien zu Ausführungsgehilfen der Politiker wurden und dass Politiker ungestraft lügen.“

Robert Redford bezeichnet sich als Patriot und betont in Interviews, er liebe sein Land. In seinen Filmen, vor allem denen, die er selbst als Regisseur und Produzent geschaffen hat, geht es ihm um die Verteidigung freiheitlicher und moralischer Werte. Im Jahr 2002 erhielt er den Ehren-Oscar für sein Lebenswerk.

Die Wolken Hollywoods
Hollywood war für ihn noch nie ein mythischer Ort. Er wuchs in Los Angeles auf; geboren wurde er in Santa Monica in einer Familie mit irischen Wurzeln. Mit fünf oder sechs Jahren, so erzählte er einmal, habe er bei den 20th-Century-Fox-Studios eine riesengroße Leinwand gesehen, auf der ein blauer Himmel mit weißen Wolken gemalt war. Er habe seine Großmutter gefragt, warum sie nicht den wirklichen Himmel filmten, der doch so viel schöner sei. Ihre Antwort „Das ist eben Film“ hat er nie vergessen. Als älterer Mann sagte er: „Das Geschäft wird in Hollywood immer an erster Stelle stehen.“

Als Kind soll er rauflustig gewesen sein. Als Baseball-Talent bekam er ein Stipendium an der Universität in Colorado, flog aber 1957 wegen Trunkenheit. Danach beschloss er, sein künstlerisches Talent in Europa zu schulen. Er lebte in Florenz, Paris und München. „Da habe ich auch erst angefangen, mich für Politik zu interessieren.“ Nach seiner Rückkehr begann der blonde Schönling mit dem sonnigen Lächeln eine schauspielerische Ausbildung.

Seinen großen Durchbruch erlebte er 1969 an der Seite von Paul Newman in dem Western „Butch Cassidy und Sundance Kid“, auch unter dem Titel „Zwei Banditen“ bekannt. Das Duo wiederholte seinen Erfolg in der 30er-Jahre-Gaunerkomödie „Der Clou“ (1973).

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