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11.08.2013

20:29 Uhr

Runder Geburtstag

Seit 40 Jahren dröhnen Hip-Hop-Bässe in der Welt

Quelle:dpa

Jay-Z, Kanye West, Eminem: Hip-Hop ist überall. Seit 40 Jahren gibt es die Musikrichtung schon. Auf einer Party in der New Yorker Bronx hat alles angefangen.

„Slim Shady“, besser bekannt als Eminem, ist einer der bekanntesten Rapper weltweit. Die Musikrichtung Hip-Hop, die ihn und Künstler wie P. Diddy oder Jay-Z berühmt machte, wird 40. dpa

„Slim Shady“, besser bekannt als Eminem, ist einer der bekanntesten Rapper weltweit. Die Musikrichtung Hip-Hop, die ihn und Künstler wie P. Diddy oder Jay-Z berühmt machte, wird 40.

New YorkNichts an dem roten Backsteinbau wirkt außergewöhnlich. 18 Stockwerke, die Fenster vergittert, nebenan ein kleiner Supermarkt. Hinter einer Schnellstraße und Bahngleisen ist der Harlem River zu sehen, darüber versperrt die Washington Bridge den Blick auf die Skyline von Manhattan. „Projects“ nennen die New Yorker Gebäude wie dieses, sozialer Wohnungsbau. Hunderte gibt es davon in der Millionenmetropole und hier in der Bronx sind sie besonders heruntergekommen.

Aber „1520 Sedgwick Avenue“, so die groß über dem Eingang prangende Adresse, ist kein „Project“ wie alle anderen. Genau hier, am südwestlichen Rand der Bronx, soll am Sonntag (11. August) vor 40 Jahren der Hip-Hop erfunden worden sein - heute einer der weitverbreitesten Musikstile überhaupt, der unzählige Chart-Hits weltweit und Star-Imperien wie das von Jay-Z, Kanye West, Eminem oder P. Diddy hervorgebracht hat.

Auf linierten Karteikarten hatte Cindy Campbell in kugeliger Mädchenschrift damals Freunde und Bekannte eingeladen, wie ein von der „New York Times“ veröffentlichtes Foto des Flyers zeigt. Ein „Back to School Jam“ sollte es werden, von 21.00 bis 04.00 Uhr im Gemeinschaftsraum von 1520 Sedgwick Avenue. Der Eintritt betrug für Frauen 25 Cent und für „Fellas“, also Jungs, 50. Star des Abends: Cindys großer Bruder Clive, der eine große Plattensammlung besaß und sich als „DJ Kool Herc“ im Viertel einen Namen gemacht hatte.

Aus einer einfachen Party im Sommer 1973 wurde eine „Revolution“, wie das „New York Magazine“ schreibt, „für Hip-Hop-Fans ist die Geschichte dieser Party heilig“: Der damals 18-jährige DJ Kool Herc spielte nicht die kompletten Songs auf seinen Platten, sondern nur die Instrumentalteile zwischen dem Gesang, zu denen die Partygäste am besten tanzen konnten. Ein Freund schnappte sich ein Mikrofon und begann dazu zu rappen - auch wenn es diese Bezeichnung dafür damals noch gar nicht gab.

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