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20.03.2013

11:35 Uhr

Sammlung Rau

Verschobene Lempertz-Auktion

VonSusanne Schreiber

Eine Madonnentafel von Filippo Lippi und ein Rollenbildnis des Impressionisten Max Slevogt sind die Toplose in Lempertz‘ Versteigerungen der Sammlung Gustav Rau. Die erste Auktion findet erst am 25. Mai statt.

Filippo Lippis "Madonna mit Kind" wird bei Lempertz versteigert (Ausschnitt). Sa.Rau/Unicef/Ars Servandi/B.Gober

Filippo Lippis "Madonna mit Kind" wird bei Lempertz versteigert (Ausschnitt).

DüsseldorfWie gemeldet lässt Unicef Deutschland als Erbin der Sammlung Gustav Rau mehrere hundert Gemälde Alter und moderner Meister sowie Skulpturen und Kunstgewerbe in diesem Jahr versteigern. Der Erlös fließt gemäß Raus Vermächtnis Kinderhilfsprojekten in Entwicklungsländern zu.

Lempertz vermarktet 290 Objekte aus der vielteiligen Sammlung des Arztes und Philanthropen  mit einer Gesamttaxe von 8 Millionen Euro, wie das Kölner Versteigerungshaus Anfang der Woche bekannt gab. Der ursprünglich anberaumte 11. Mai für die „Sammlung R.“ ist verschoben und zweigeteilt worden. Am 25. Mai kommen nun zunächst Werke der Modernen Kunst zum Aufruf. Darunter auch Max Slevogts Porträt „Sadda Yakko in einem japanischen Kleid“ (taxiert auf 250.000-300.000 Euro) , ein Chrysanthemen-Stillleben von Henri Fantin-Latour (200.000-350.00 Euro) und ein Selbstbildnis von Louis Anquetin (150.00 -180.000 Euro).

Nordfranzösische Madonnenskulptur, um 1320, (Ausschnitt). Sa Rau/Unicef/Gruppe Köln/H.Scheib

Nordfranzösische Madonnenskulptur, um 1320, (Ausschnitt).

Die Alte Kunst und das Kunstgewerbe von der Barockzeit bis zum Jugendstil sollen im Herbst 2013 versteigert werden. In der Lempertz-Tranche sticht ein Ölgemälde „Madonna mit Kind“ von Filippo Lippi heraus, das auf 400.000 bis 500.000 Euro geschätzt ist. Die Goldgrundtafel gehört zum Typus der „Zärtlichen Muttergottes“. Das Christuskind ist hier nicht wie üblich kindlich-verspielt, sondern schaut den Betrachter ernst, quasi im Vorwissen um seinen Kreuzestod, an. Unter den Skulpturen verdient eine hochgotische Madonna aus Nordfrankreich Beachtung. Hier wirkt Maria trotz ihrer Erscheinung als Himmelskönigin traurig – und das Kind heiter. Die Steinskulptur mit den Resten einer Polychromierung  trägt eine Schätzung von 200.000 bis 300.000 Euro.

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