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30.05.2016

14:22 Uhr

Schelte via Facebook

Wie Bushido die Telekom attackiert

VonIna Karabasz

Der Rapper Bushido ätzt via Facebook und Twitter über den Service der Deutschen Telekom. Seine Anhänger fordert er öffentlich auf, lieber den Anbieter zu wechseln. Damit schießt er für viele weit über das Ziel hinaus.

Der Rapper Bushido hat sich öffentlich mit der Deutschen Telekom angelegt. Er ist unzufrieden mit dem Service des Konzerns. dpa

Bushido

Der Rapper Bushido hat sich öffentlich mit der Deutschen Telekom angelegt. Er ist unzufrieden mit dem Service des Konzerns.

DüsseldorfEs hat etwas Skurriles: Der Rapper Bushido steht vergangenen Samstag auf dem Dach eines Hauses in Thun in der Schweiz. Er filmt sich, zeigt die Berge und den See im Hintergrund, erklärt wie schön das Land sei und wie froh er ist, mal wieder hier sein zu können.

Wenig später sagt er Sätze wie: „Die Telekom kann sich f**ken.“ Oder: „Ganz ehrlich, ihr seid alle zusammen derselbe Haufen Kacke.“ Oder: „Freue mich auf das Ende einer langen Leidensgeschichte mit der Telekom.“ Und: „Da seid ihr selbst schuld dran, ihr Wichser.“

Was war passiert? Dem Video zufolge hatte der Rapper, der eigentlich Anis Ferchichi heißt, „seit Monaten“ versucht in seiner „riesen Villa-Gegend“ einen „verfickten, scheiß Internetanschluss“ zu bekommen, was offenbar wegen diverser Probleme mit Technikern noch nicht gelungen war.

Seinem Ärger machte Bushido zunächst am Mittwoch auf Twitter Luft: „Eine absolute Schweinerei, was die Telekom mit uns da veranstaltet! Wechselt lieber den Anbieter! “. 123 Mal wird der Tweet geteilt, mehr als 700 Personen finden ihn gut.

Die Telekom reagiert über ihren Twitter-Account @Telekom_hilft. Sie bietet an, bei der Lösungssuche zu helfen. „Teile mir einfach mit, was genau los ist“, schreibt ein Mitarbeiter. Darauf hin antwortet Bushido kurz: „Seit wann dutzen wir uns?“ Die Telekom entschuldigt sich, bietet wieder Hilfe an.

Die Antwort darauf kam dann aber erst drei Tage später. Über seinen Facebook-Account hatte Bushido bereits am Freitag angekündigt, am Abend „noch ne kleine Ansage an die Schwachköpfe der Telekom“ zu machen. Daraus wurde dann allerdings Samstag, wegen eines Konzerts am Vorabend.

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