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26.06.2016

22:40 Uhr

„Schimanski“-Schauspieler

Götz George ist tot

Die Rolle des Tatort-Ermittlers Horst Schimanski hat Götz George berühmt gemacht. Wie die „Bild“ erfuhr ist der Schauspieler bereits vor einer Woche gestorben. Götz George wurde 77 Jahre alt.

Tschüss Schimanski

Schauspieler Götz George ist tot - ein Nachruf

Tschüss Schimanski: Schauspieler Götz George ist tot - ein Nachruf

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Der Schauspieler Götz George ist tot. Wie seine Agentin am späten Sonntagabend in Berlin mitteilte, starb George bereits am 19. Juni nach kurzer Krankheit im Alter von 77 Jahren. „Götz George hat sich eine Verabschiedung im engsten Kreis gewünscht“, hieß es in der Mitteilung. Von weiteren Nachfragen solle aus Rücksicht auf die Privatsphäre der Familie abgesehen werden.

George ist einem Millionenpublikum neben zahlreichen weiteren Rollen besonders als „Tatort“-Kommissar Horst Schimanski in Erinnerung. Den schnodderigen Polizisten aus dem Ruhrgebiet verkörperte er binnen 32 Jahren insgesamt 48 Mal.

Eine seiner berühmtesten Kinorollen hatte der gebürtige Berliner als homosexueller Massenmörder Fritz Haarmann in „Der Totmacher“ von 1995. In Satiren wie „Schtonk!“ oder „Rossini“ zeigte George sein komödiantisches Talent. 2007 wurde er für sein Lebenswerk mit dem Deutschen Fernsehpreis geehrt. Sechs Jahre später spielte er im TV-Drama „George“ seinen eigenen Vater Heinrich, der wegen seiner Schauspieler-Karriere in der Nazi-Zeit umstritten war.

Reaktionen zum Tod von Götz George

Götz George

Götz George ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Prominente trauern um den Schauspieler:

Frank-Walter Steinmeier (Bundesaußenminister, SPD)

„Einer der größten deutschen Schauspieler, Götz George, ist mit 77 Jahren verstorben: Ich bin sehr traurig.“

Heiko Maas (Bundesjustizminister, SPD)

„Adieu, Schimmi. Mit Götz George verliert unser Land einen unserer großen Charakterdarsteller.“

Monika Grütters (Kulturstaatsministerin, CDU)

„Mit Götz George verliert Deutschland einen seiner profiliertesten, anspruchsvollsten und vielseitigsten - einfach einen seiner besten Charakterschauspieler. Er hat mit seiner direkten, kantigen Art und seinem trockenem Humor in unzähligen Rollen Maßstäbe gesetzt. Sein Tod ist ein unersetzlicher Verlust für die Fernsehe- und Kinokunst im ganzen deutschsprachigem Raum.“

Matthias Schweighöfer (Schauspieler)

„R.I.P. Götz George.“

Petra Pau (Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, Linke)

„Ach nö, dieses 2016 reicht mir wirklich langsam...“

Katrin Göring-Eckardt (Fraktionsvorsitzende der Grünen)

„Ein sehr ambivalenter Abend. Tolles Spiel der deutschen Fußballnationalmannschaft. 3:0 - da freut man sich auf das Viertelfinale der ?#EURO2016?. Getrübt wird die Stimmung durch die Berichte von der ?#IstanbulPride?. Und dann: ?#GötzGeorge? ist tot. Aber wenn auch Götz George geht, bleibt doch Schimanski und vieles mehr. So viel ist sicher.“

Christoph Metzelder (ehemaliger Fußballnationalspieler)

„Tschüss, Schimanski :-(“

Thorsten Schäfer-Gümbel (Stellvertretender SPD-Vorsitzender)

„Götz George war ein beeindruckender Charakterschauspieler, sein Tod ist ein großer Verlust. Meine Anteilnahme gilt den Angehörigen.“

Dunja Hayali (Fernseh-Moderatorin und Journalistin)

„Götz George ist tot. Mach's gut Schimanski.“

Markus Söder (Finanzminister von Bayern,CSU)

„Traurig: Götz George ist tot - Schimanski ist gegangen. Er war bester Tatortkommissar ever. Und ich erinnere mich auch an die alten Karl May Filme. Er wird so fehlen. 2016 sterben so viele Gute...“

Michael Müller (Bürgermeister von Berlin, SPD)

„Die Kulturmetropole Berlin trauert um einen ihrer großen Protagonisten. Götz George hat als Schauspieler in einer langen Karriere in Theater, Film und Fernsehen in vielen Rollen brilliert und dabei mit seiner Vielfältigkeit künstlerische Maßstäbe gesetzt. Unvergessen bleiben wird er mit Sicherheit als Tatortkommissar Schimanski. Aber auch in seinen Rollen in Streifen wie „Schtonk“, „Rossini“ oder „der Totmacher“ zeigte Götz George große schauspielerische Kunst und darstellerische Präzision. Berlin verneigt sich in Dankbarkeit und Trauer vor einem großen Künstler und überzeugten Berliner. Wir werden ihn nicht vergessen.“

Simone Peter (Parteivorsitzende der Grünen)

„Ein toller Schauspieler mit Ecken und Kanten. Er wird unvergessen bleiben!“

Er spielte den KZ-Arzt Josef Mengele („Nichts als die Wahrheit“) und einen an Alzheimer erkrankten Busfahrer („Mein Vater“), einen Taschendieb („Das Trio“) und einen blinden Klavierlehrer („Der Novembermann“), einen Öko-Aktivisten („Lüg weiter, Liebling“) und einen todgeweihten Staatsanwalt („Nacht ohne Morgen“).

2014 wurde Götz George mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Im Juli wäre George 78 Jahre alt geworden.

Vor zwei Jahren hatte er erklärt, er wolle sich nach 65 Arbeitsjahren aus dem Schauspielgeschäft weitestgehend zurückziehen. 2015 stand er dann zum letzten Mal vor der Kamera: Im ARD-Krimi-Drama „Böse Wetter“ spielte er einen Bergbau-Baron - nicht im Ruhrgebiet, sondern im Harz. Ein Ausstrahlungstermin für den Film steht noch nicht fest.

Von

dpa

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