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04.03.2017

01:26 Uhr

Schwache Quoten und Donald Trump im Nacken

Schwarzenegger terminiert „The Apprentice“

VonAxel Postinett

Arnold Schwarzenegger wird nicht mehr für eine zweite Staffel der Reality-TV-Show „The Celebrity Apprentice“ zur Verfügung stehen. Und er gibt Donald Trump die Schuld am Niedergang der Show.

Da war noch alles gut: Schauspieler Arnold Schwarzenegger vor dem Logo der Sendung "The New Celebrity Apprentice" bei einem Pressetermin Ende 2016 in Universal City, Kalifornien. Hollywood-Star und Ex-Gouverneur Schwarzenegger hat jetzt als Nachfolger von US-Präsident Trump bei der US-Show «The Apprentice» aber gekündigt. dpa

TArnold Schwarzenegge

Da war noch alles gut: Schauspieler Arnold Schwarzenegger vor dem Logo der Sendung "The New Celebrity Apprentice" bei einem Pressetermin Ende 2016 in Universal City, Kalifornien. Hollywood-Star und Ex-Gouverneur Schwarzenegger hat jetzt als Nachfolger von US-Präsident Trump bei der US-Show «The Apprentice» aber gekündigt.

San Francisco„I will NOT be back“: Arnold Schwarzenegger, Ex-Gouverneur, Ex-Terminator und Ex-Kraftsportler, teilte am Freitag dem Sender NBC mit, er werde nicht mehr für eine zweite Staffel der Reality-TV-Show „The Celebrity Apprentice“ zur Verfügung stehen. Entsprechende Berichte bestätigte er später in einem Statement. „Ich habe jede Minute der Arbeit mit Mark Burnett (Erfinder der Show) genossen“, so Schwarzenegger. Er würde „sofort wieder“ mit dem gesamten Team an einer Produktion arbeiten, die „nicht so einen Ballast mit sich herumschleppen muss“. Mit dem Ballast meint er, obwohl namentlich nicht genannt, Donald Trump, heutiger US-Präsident und früherer Star der Serie „The Apprentice“. Schwarzenegger und Trump hatten sich zuletzt auf Twitter eine öffentliche Schlammschlacht wegen ständig sinkender Einschaltquoten geliefert. Trump machte Schwarzenegger verantwortlich. NBC hatte sich in einem spektakulären Schritt von Trump getrennt, kurz nachdem er zu Beginn seines Wahlkampfs mit umstrittenen rassistischen und sexistischen Äußerungen aufgefallen war.

In einem Interview mit dem Magazin „Empire“ gab der frühere Gouverneur von Kalifornien Donald Trump die Schuld an schlechten Quoten und mageren Ergebnissen. „Ich gehe nicht wegen der Show“, so Schwarzenegger, „jeder den ich traf, liebt sie“. Aber die Leute seien direkt wieder aus der Tür gewesen, wenn sie Donald Trumps Namen gelesen hätten. Trump war früher Star der Show „The Apprentice“, bei der „Lehrlinge“ um einen Job in Trumps Unternehmen gekämpft haben. Bei der Anschluss-Show, bei der Prominente um Geld für einen guten Zweck kämpfen, ist er aber im Hintergrund weiter „Executive Producer“. Das kam bei den Stars wohl nicht so gut an. „Als die Leute herausfanden, dass Trump immer noch beteiligt war und Geld aus der Show bekam, hat die Hälfte angefangen sie zu boykottieren“, so Schwarzenegger.

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Eine Rolle beim Untergang der Serie, deren Zukunft jetzt ungewiss ist, wird der Initiative „#grabyourwallet“ zugeschrieben, die zum Boykott von Firmen und Waren aufruft, an denen die Familie des Präsidenten Geld verdienen oder die Werbung in Trump-Unternehmungen schalten. Die Organisatoren hatten zuvor erklärt, sechs der zwölf größten Unternehmenssponsoren der Show hätten sich bereits zurückgezogen. Kampagnen-Organisatorin Shannon Coulter sagte der Medienseite „The Wrap“: „Es ist ziemlich klar, dass der Markenname Trump heute vergiftet ist.“
Allerdings waren die Einschaltquoten unter Trump auch schon länger im Niedergang. Hatte die erste Staffel in 2004 noch bis zu 21 Millionen TV-Zuschauer angelockt, waren es 2015, am Ende der Staffel, nach der ihn NBC vor die Tür gesetzt hat, nur noch 6,1 Millionen.

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