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06.10.2017

02:08 Uhr

Sexuelle Belästigung

US-Starproduzent Weinstein im Kreuzfeuer

Er gilt als einer der einflussreichsten Produzenten Hollywoods: Harvey Weinstein. Das soll er jahrelang ausgenutzt haben. Wegen mehrfachen Vorwurfs sexueller Belästigung hat sich der 65-Jährige freistellen lassen.

Der Fall „Harvey Weinstein“

„Das ist wohl kaum ein Einzelfall“

Der Fall „Harvey Weinstein“: „Das ist wohl kaum ein Einzelfall“

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Los AngelesDer US-Starproduzent und Oscar-Gewinner Harvey Weinstein hat sich wegen Vorwürfen der sexuellen Belästigung von seiner eigenen Firma freistellen lassen. Die „New York Times“ hatte berichtet, dass er über Jahrzehnte weibliche Angestellte und Schauspielerinnen sexuell belästigt habe, unter ihnen auch Hollywoodstar Ashley Judd. Weinstein erklärte bei der Bekanntgabe seiner Freistellung am Donnerstag, er habe sich gegenüber Kolleginnen unangemessen verhalten. Auf konkrete Vorwürfe ging er nicht ein.

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Im Artikel der „New York“ Times kamen mehrere der Frauen direkt zu Wort. Judd berichtete etwa, wie sie von Weinstein vor 20 Jahren in sein Hotelzimmer gerufen worden war. Nach Angaben aus Weinsteins Umfeld erhielten mindestens acht Frauen Geld, um ihn nicht anzuzeigen, darunter auch die Schauspielerin Rose McGowan.

Weinsteins Anwalt Charles Harder sagte, in dem Bericht der „Times“ seien einige falsche und rufschädigende Aussagen erhalten, ging aber nicht weiter ins Detail.

Weinstein gilt als einer der einflussreichsten Produzenten Hollywoods. Gemeinsam mit seinem Bruder Bob betrieb er lange das Filmstudio Miramax und gründete später die Weinstein Company. Unter anderem produzierten sie die Filme von Regisseur Quentin Tarantino.

Von

ap

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