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12.09.2012

11:13 Uhr

Shortlist

Die letzten Kandidaten für den Deutschen Buchpreis

Das Rennen um einen Platz auf der Liste der letzten Sechs ist entschieden. Auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis finden sich Altmeister und Altrevoluzzer mit höchst unterschiedlichen Werken.

Berlin/FrankfurtDie Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2012 steht fest. Der krebskranke Schriftsteller Wolfgang Herrndorf ist mit seinem Wüstenroman „Sand“ für die Endrunde des Deutschen Buchpreises nominiert. Der 47-jährige hatte dieses Jahr schon den Preis der Leipziger Buchmesse erhalten.

Weitere Finalisten sind Ernst Augustin mit „Robinsons blaues Haus“, Ursula Krechel mit „Landgericht“ und Clemens J. Setz mit „Indigo“. Zudem wählte die Jury den Roman „Fliehkräfte“ von Stephan Thome und das neue Buch von Ulf Erdmann Ziegler „Nichts Weißes“. Das gab der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Mittwoch in Frankfurt bekannt.

Entstanden sei eine Shortlist, "auf der drei Titel auf je andere, formal allemal aufregende Weise die deutsche Nachkriegsgesellschaft erkunden, und drei, ebenso unterschiedlich, existenzielle Selbstprüfungen in poetisch kühnen Fiktionen unternehmen", sagte Jurysprecher Andreas Isenschmid von der "Neuen Zürcher Zeitung am Sonntag". Die Jurymitglieder hatten insgesamt 162 Titel gesichtet.

Der Schriftsteller Wolfgang Herrndorf ist mit „Sand“ nominiert. dpa

Der Schriftsteller Wolfgang Herrndorf ist mit „Sand“ nominiert.

Die sechs Finalisten wurden aus den 20 Nominierten der Longlist ausgewählt. Den Sprung in die Endrunde verpasst haben unter anderem Altrevoluzzer Rainald Goetz und Altmeister Sten Nadolny. Insgesamt waren 162 Titel eingereicht worden. Eine siebenköpfige Kritiker-Jury entscheidet über die Kandidaten.

Der Deutsche Buchpreis gilt als stark verkaufsfördernd. Im vergangenen Jahr war Eugen Ruge für seine DDR-Familiensaga „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ ausgezeichnet worden. Sein Werk stand danach monatelang auf den Bestsellerlisten.


In diesem Jahr sitzen in der Jury Andreas Isenschmid („Neue Zürcher Zeitung am Sonntag“), Dirk Knipphals („die tageszeitung“), Stephan Lohr (NDR), die freien Kritiker Jutta Person und Oliver Jungen, die Lektorin Christiane Schmidt sowie die Buchhändlerin Silke Grundmann-Schleicher.

Der Deutsche Buchpreis wird seit 2005 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels vergeben. Er kürt „den besten Roman in deutscher Sprache“. Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz dürfen Titel einreichen. Eine siebenköpfige Jury, deren Besetzung jährlich wechselt, wählt zunächst 20 Titel für die Longlist aus. Später wird die Auswahl auf eine Shortlist von sechs Titeln verkürzt. Der Sieger wird am 8. Oktober - am Vorabend der Frankfurter Buchmesse - bekanntgegeben. Der Gewinner erhält 25 000 Euro, die anderen fünf Finalisten bekommen jeweils 2500 Euro.

Kommentare (1)

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12.09.2012, 11:37 Uhr

Bettina Wulff war wohl zu spaet dran mit ihrem Buch ;-)

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