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20.10.2014

16:35 Uhr

Städtetourismus boomt

Neue Attraktionen in Paris

VonThomas Hanke

Für diese Sehenswürdigkeiten lohnt sich eine Reise nach Paris: Nach Jahren wird das Picasso-Museum wiedereröffnet. Und Im Westen der französischen Hauptstadt verbinden sich Kunst und Luxus: die Foundation Louis Vuitton.

Eine Ziege, wie Picasso sie schuf: Nach Jahren des Wartens wird am Wochenende unter neuer Direktion das Pariser Picasso-Museum im grandiosen Hôtel Salé im Marais wiedereröffnet. AFP

Eine Ziege, wie Picasso sie schuf: Nach Jahren des Wartens wird am Wochenende unter neuer Direktion das Pariser Picasso-Museum im grandiosen Hôtel Salé im Marais wiedereröffnet.

Das mit Sehenswürdigkeiten reich gesegnete Paris zählt ab Ende Oktober zwei neue Attraktionen, die jede für sich genommen eine Reise wert sind. Nach fünfjähriger Umbauzeit öffnet das Museum Picasso am 25. Oktober im Stadtteil Marais wieder seine Tore. Und im Bois de Boulogne kann man vom 27. Oktober an das von Frank Gehry gebaute Museum für die Stiftung Louis Vuitton besichtigen.

Das Picasso-Museum verfügt nun über eine dreimal so große Ausstellungsfläche wie vor seinem Umbau und es kann doppelt so viele Besucher empfangen. Die rund 5000 Werke, über die das Museum verfügt – die größte öffentliche Sammlung des wichtigsten Malers des 20. Jahrhunderts überhaupt – können wesentlich umfangreicher und besser zur Geltung kommen als früher. In der Eröffnungsschau werden knapp 450 Werke gezeigt.

Das Museum befindet sich im Hôtel Salé, eines der großzügigsten und schönsten privat gebauten Stadtpalais von Paris aus dem 17.Jahrhundert. Die Neueröffnung hat sich verzögert: Es fehlte an finanziellen Mitteln, die Arbeiten dauerten länger als erwartet.

Die frühere Kulturministerin Aurélie Filippetti verstrickte sich in eine persönliche Polemik mit der langjährigen Museumsdirektorin Anne Baldassari, der sie die Schuld gab. Die wurde als Direktorin abgesetzt, ist aber Kuratorin der Eröffnungsausstellung, die bis 2015 terminiert ist. Mittlerweile ist Filipetti selber nicht mehr Ministerin.

Wer die Ausstellung sieht, kann sich nur darüber freuen, dass Baldassari nicht hingeworfen hat. Der Großteil der Exposition folgt einem chronologischen Prinzip. Doch zugleich bewegt man sich durch das Palais wie durch ein Spannungsfeld: Im Souterrain, in dessen hohen Gewölben früher die Stallungen untergebracht waren, findet man eine Darstellung der Ateliers Picassos, des Werdegangs wichtiger Werke und seiner Arbeitstechniken.

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