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15.10.2014

21:25 Uhr

Status als Religionsgemeinschaft

Wulff für Gleichberechtigung des Islam

Nicht nur mehr Toleranz: Im Umgang mit dem Islam spricht sich der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff für eine Gleichberechtigung als Religionsgemeinschaft aus. In Istanbul appelliert er aber auch an die Türkei.

Ex-Bundespräsident Christian Wulff: Einsatz für den Islam. dpa

Ex-Bundespräsident Christian Wulff: Einsatz für den Islam.

IstanbulDer frühere Bundespräsident Christian Wulff hat sich für die Anerkennung des Islams als gleichberechtigter Religionsgemeinschaft in Deutschland ausgesprochen. Das gehöre zur „verfassungsrechtlich garantierten Freiheit in der Religionsausübung“, sagte Wulff am Mittwoch in der türkischen Metropole Istanbul. Das frühere Staatsoberhaupt forderte zugleich die Türkei auf, die freie Ausübung des christlichen Glaubens zuzulassen und die Priesterausbildung für orthodoxe Christen wieder zu ermöglichen. „Hier besteht in der Türkei zweifelsfrei Nachholbedarf.“

Wulff warnte davor, Muslime mit islamistischen Terroristen wie denen der Terrormiliz IS gleichzusetzen. „Die Terroristen missbrauchen den Namen einer Religion“, sagte Wulff. „Und sie kommen aus der ganzen Welt, nicht nur aus muslimischen Ländern. (...) Das ist ein globales Problem der Orientierung und Verführung junger Menschen durch den Missbrauch von Religion.“ Wulff setzte sich bereits in seiner Zeit als Bundespräsident bis 2012 für mehr Verständnis zwischen den Religionen ein. Er eröffnete in Istanbul eine Konferenz zum interreligiösen Dialog.

Von

dpa

Kommentare (12)

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Herr Woifi Fischer

16.10.2014, 08:02 Uhr

Status als Religionsgemeinschaft Wulff für Gleichberechtigung des Islam

Von wem wurden sie gekauft um diesen Mist zu veröffentlichen Herr Wulff?
Sind sie noch im Vollbesitz ihrer geistigen Fähigkeiten?
Ich denke man muß sie auf ihren Geisteszustand unbedingt untersuchen.
Keine Presseplattform mehr für Herrn Wulff, er ist (...).
Der Islam gehört nicht zu Europa oder der BRD.
Basta.


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Herr Christian Kerscher

16.10.2014, 08:13 Uhr

@Herr Fischer....dem ist nichts mehr hinzuzufügen......außer das das es an der Zeit ist aufzustehen gegen diesen Wahnsinn, den unsere Politiker mit Deutschland anstellen.

Herr Marcus T.

16.10.2014, 08:18 Uhr

Das gehöre zur „verfassungsrechtlich garantierten Freiheit in der Religionsausübung“

Ich denke irgendjemand der nur halb bei Verstand ist sollte diesem naiven Irrläufer mal unsere Verfassung erklären bzw. wie sie entstanden ist. Das Recht auf freie Religionsausübung steht im Zusammenhang mit den Gräueln die die Nazis seinerzeit an Gläubiger jedweden Glaubens, speziell aber dem Judentum, verübt haben. Die Gründungsväter der BRD wollten es jedem Bürger im Schutze unserer Verfassung ermöglichen, seinen Glauben zu leben – und damit auch in erster Linie Minderheiten schützen. Das Recht auf freie Religionsausübung geht jedoch nicht damit einher, dass der Staat bzw. die Mehrheit der Bürger auf Ihre Kultur verzichten bzw. ihren Glauben ablegen soll/muss. Gefragt ist hier also echte Toleranz im Sinne von „tolerare“, also der Duldung von Minderheiten, und diese ist im Fall des Judentums ebenso gegeben wie im Fall des Islam. Um ganz ehrlich zu sein lässt sich die Frage sogar aufwerfen, ob die Toleranz des Islam im Zusammenhang mit zahlreichen verfassungsfeindlichen, kriminellen Akten von wesentlichen Mitgliedern/Vorstehern dieser Glaubensgemeinschaft die eben in keinster Weise die Erwiderung dieser Toleranz gegenüber unserer Kultur und unserer Religon widerspiegeln in diesem Umfang überhaupt gerechtfertigt ist oder ob hier nicht stärkeres Einschreiten des Verfassungsschutzes bzw. ggf. auch soweit möglich mit der Abschiebung einzelner nicht verfassungskonformer Mitglieder dieser Glaubensgemeinschaft angesagt wäre.

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