Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.05.2013

19:57 Uhr

Stiftung Lehmbruck Museum

Erzwungener Stabwechsel in Duisburg

Söke Dinkla übernimmt ab sofort die Leitung der renommierten Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum. Ihr Vorgänger Raimund Stecker wurde von seinen Aufgaben entbunden.

Die neue Direktorin der Skulpturensammlung, Söke Dinkla, setzt auf neue Medien und digitale Kunst. Foto: Lehmbruck Museum dpa

Die neue Direktorin der Skulpturensammlung, Söke Dinkla, setzt auf neue Medien und digitale Kunst. Foto: Lehmbruck Museum

DuisburgDer Direktor des Duisburger Lehmbruck Museums, Raimund Stecker, ist am Dienstag mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden worden. Dies teilte die Stadt Duisburg mit. Das Kuratorium der Museumsstiftung und er hätten sich einvernehmlich auf eine Aufhebung seines Vertrages zu Ende September geeinigt, hieß es. Grund seien unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige künstlerische Ausrichtung des Museums. Die Kunsthistorikerin Söke Dinkla trete ab sofort die Nachfolge Steckers an.
Der 56-Jährige war in den vergangenen Monaten vor allem wegen der finanziellen Schieflage des renommierten Skulpturenmuseums unter Druck geraten. Sein Vertrag war bereits vor mehreren Wochen zum Jahresende gekündigt, ihm jedoch noch eine „Bewährungsfrist“ eingeräumt worden. Mitte des Jahres sollte ursprünglich entschieden werden, ob ein neuer Vertrag ausgehandelt wird.
Das nach dem expressionistischen Bildhauer Wilhelm Lehmbruck (1881-1919) benannte Museum feiert 2014 sein 50-jähriges Bestehen.

Mehr zum Kunstmarkt lesen Sie auf der neuen (kostenpflichtigen) Handelsblatt-App Live, die momentan nur auf dem iPad läuft.

Testen Sie eine Woche kostenlos:

Von

dpa

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

30.05.2013, 23:23 Uhr

Tragische Entscheidung für Duisburg. Offenbar hat Herr Stecker gewissen Politikern nicht gepasst.
Er hat im Lehmbruck Museum Hervorragendes geleistet, u.a. hat er wieder Schwung und Leben in ein völlig verrottetes Museum gebracht, er hat die Sammlung aufgemöbelt und erstaunliche Ausstellungen kuratiert. Frau Dinkla hingegen gilt als völlig verkopft und kraus in ihrem Denken. Man sehe einmal ihre Diplomarbeit an - eine schiere Qual. Allerdings hat sie altbewährte Kontakte zur herrschenden Riege in Duisburg. Traurig, traurig, unsere Museumspolitik.
Lieber Herr Stecker, alles Gute Ihnen. Es kommt was Besseres!!!

Daniela

01.06.2013, 10:03 Uhr

dodo, da kann ich nur vollsten Herzens zustimmen! Traurig für Duisburg und das Museum, denn Raimund Stecker hat sicherlich zum Renomée des Museums einen wertvollen Beitrag geleistet.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×