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27.01.2016

06:32 Uhr

Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Abgespecktes Ausstellungsprogramm

VonChristian Herchenröder

Konstante Besucherzahlen, mehr Einnahmen und eingeworbene Drittmittel kann die Stiftung Preußischer Kulturbesitz auf der Habenseite verbuchen. Dagegen stehen ein höherer Finanzbedarf bei den Personalkosten und den erneuerungsbedürftigen technischen Anlagen. Für den Museumsbetrieb und Ausstellungen fehlen einige Millionen.

Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa dpa

Ihm fehlen Millionen Euro für den Ausstellungsbetrieb

Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

BerlinDie Weichen sind gestellt. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz zeichnete in ihrer Jahres-Pressekonferenz ein positives Bild der Großprojekte. „Wir sind im Plan“, betont Stiftungspräsident Hermann Parzinger mit Bezug auf den „Theaterdonner“, den Mitte Januar der Rücktritt des Schlossbaumanagers Manfred Rettig ausgelöst hatte. Am 15. März 2016 entscheidet die Schloss-Stiftung über seine Nachfolge.

Die Zeitpläne, so Parzinger, sind bis ins Detail programmiert: „Wenn es nach uns geht, kann 2019 eröffnet werden.“ Der Bund hat für die Personalfindung 3,5 Millionen Euro bereitgestellt. Die Betriebskosten des Humboldt-Forums, in das das Ethnologische Museum, das Museum für Asiatische Kunst, die Sammlungen der Humboldt-Universität und eine Landesschau zur Geschichte Berlins einziehen, schätzt Parzinger auf 50 bis 55 Millionen Euro.

Ausbau eines Bibliotheksmuseums

Andere Projekte nähern sich der Vollendung. Im Sommer kann der nach Feuchtschäden renovierte Erweiterungsbau des Museums Berggruen wiedereröffnet werden. Die Staatsbibliothek, deren Kuppel 2015 nach über 70 Jahren wiederhergestellt wurde, beendet Anfang 2019 ihren zweiten Bauabschnitt. Ihm folgt nur noch der Ausbau eines Bibliotheksmuseums. Im April 2016 findet das Richtfest der James-Simon-Galerie statt, die als zentrales Empfangsgebäude auf der Museumsinsel die Besucherströme lenken soll.

Das ambitionierte Projekt eines Museums für die Kunst des 20. Jahrhunderts am Kulturforum, für das der Bund 200 Millionen Euro bereitstellt, wird mit einem offenen Ideenwettbewerb vorangetrieben. An ihm können sich auch jüngere Architekten beteiligen. Parzinger: „Im Dezember wissen wir, was von wem gebaut wird.“

23 Prozent mehr Drittmittel eingeworben

Mit Stolz verweist die Stiftung darauf, dass 2015 die Besucherzahl mit 3,79 Millionen (davon 2,42 Millionen auf der Museumsinsel) trotz Schließung von Hauptsälen des Pergamon-Museums und der Neuen Nationalgalerie konstant geblieben ist. Nicht weniger stolz ist die Stiftung auf die Einnahmen von 29 Millionen Euro und 36 Millionen eingeworbene Drittmittel, eine Steigerung um 23 Prozent.

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