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12.03.2014

21:41 Uhr

Tefaf Marktbericht 2014

Mehr Kunstkäufer durch wachsenden Wohlstand

VonMatthias Thibaut

Onlinegeschäfte und zunehmender Reichtum werden den Kunstmarkt auf absehbare Zeit global antreiben. Zugpferd spielt die USA, während Europa stagniert. Zu diesem Ergebnis kommt der Tefaf Marktbericht 2014.

Ferdinand Georg Waldmüller (1793-1865): "Stallbursche mit Laterne", zu finden auf dem Stand von Daxer & Marschall auf der Tefaf 2014 (Ausschnitt)

Ferdinand Georg Waldmüller (1793-1865): "Stallbursche mit Laterne", zu finden auf dem Stand von Daxer & Marschall auf der Tefaf 2014 (Ausschnitt)

LondonDer Verkauf von Kunst über Onlinehandelsplattformen nimmt Fahrt auf und dürfte in den nächsten Jahren zunehmend bedeutend werden. Dies ergibt sich aus dem wie immer mit Zahlenmaterial gespickten Art Market Report 2014, den die Kunsthändlerstiftung Tefaf zur diesjährigen Maastrichter Kunstmesse vorlegt. Die Prognosen für den Onlinekunstmarkt gehören dabei zu den bemerkenswertesten Entwicklungen des global erfolgreichen Kunstmarkt Jahres 2013.

Nach einem ersten, kurzlebigen Vorpreschen Sotheby’s in den Onlinemarkt 1999 und kurzfristigen Partnerschaften mit Amazon und Ebay hielten sich die Auktionshäuser vornehm zurück und überließen Ebay und Konsorten das Feld. Nun kehren Auktionshäuser und zunehmend auch Händler im Bereich der Kunst in den Onlinekommerz zurück – mit wachsendem Erfolg. Zum ersten Mal gibt der jährlich veröffentlichte Tefaf-Kunstmarktbericht einen Onlineanteil am globalen Kunstmarkt an. Demnach wurden 2013 Kunst und Antiquitäten für mehr als 2,5 Milliarden Euro per Internet verkauft, rund 5 Prozent des globalen Kunstumsatzes von 47 Milliarden Euro.

Prognose für 25 Prozent jährliches Wachstum

Derzeit liegt der Anteil von Kunst und Antiquitäten am globalen Volumen des Internet-Einzelhandels von ca. 900 Milliarden Euro bei verschwindenden 0,3 Prozent. Aber der Bericht geht von einem mittelfristigen Jahreswachstum der Onlinekunstverkäufe von 25 Prozent aus. 2020 dürften die Onlineumsätze über 10 Milliarden Euro betragen.

Auktionatoren im Spitzensegment wie Christie’s und Sotheby’s wickeln – wie 2012 – nur 1 Prozent ihres Umsatzes online ab. Bei Händlern liegt der Anteil online verkaufter Kunst bei 5 Prozent. Aber im mittleren und unteren Segment des Auktionsbereich wächst die Onlineteilnahme an Liveauktionen. Neue „Online-Only“-Formate werden über Plattformen wie Paddle8, Artnet Auctions, ArtFact, Invaluable oder Saleroom.com entwickelt. Amazon hat einen Onlinekanal „Amazon Art“ gestartet, in dem 60.000 Werke von 150 Händlern angeboten werden. Als weltweit größten Onlinekunstversteigerer nennt der Bericht das amerikanische Unternehmen Heritage Auctions.

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