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13.12.2013

12:25 Uhr

Tefaf Peking

Messe in Peking vorerst vom Tisch

VonStefan Kobel

Die Maastrichter Antiquitätenmesse Tefaf gibt den Plan auf, bereits 2014 in Peking eine Messe zu veranstalten. Die Begründung klingt nach Diplomatie. Möglicherweise geht es in Wahrheit um den Schutz der Kundendaten gegenüber den Kooperationspartnern.

Zwei antike, chinesische Leoparden auf der Kunstmesse Tefaf in Maastricht. dpa

Zwei antike, chinesische Leoparden auf der Kunstmesse Tefaf in Maastricht.

BerlinDie Tefaf Peking findet nicht statt - vorerst. Das gab The European Fine Art Fair, die jedes Jahr in Maastricht stattfindet, gestern in einer Pressemiteilung bekannt. Auf der letzten Ausgabe im März wurde die Absicht des großen Sprungs nach China verkündet.

Die Erstausgabe mit rund 100 Händlern war für September 2014 geplant. Sie sollte in einem Freihandelsbereich stattfinden, so dass für Geschäfte keine Steuern anfallen. Zur Begründung für die Verschiebung wird angeführt, Händler einiger Sammelgebiete wollten die positive Entwicklung des chinesischen Marktes noch weiter beobachten.

Schutz vor der Konkurrenz

Skepsis löste schon die Auswahl des Kooperationspartners bei der Verkündung im März aus. Ausgerechnet Sotheby’s sollte der Türöffner für die von Kunsthändlern organisierte „Königin der Messen“ sein. Sotheby's Beijing Joint Venture mit der staatlichen GeHua Art Company hat zwar nicht nur eine Geschäftslizenz für Festlandchina, sondern auch Aussicht auf Nutzung der Freihandelszone Beijing Tianzhu Free Trade Zone. Doch hätte das möglicherweise auch bedeutet, dass das Auktionshaus Zugang zu den Kundendaten samt Umsätzen erhält. Das dürfte kaum einem Kunsthändler Recht sein.

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