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04.09.2014

08:20 Uhr

„The Hateful Eight“

Neuer Tarantino-Western soll 2015 erscheinen

Der neue Western von Regisseur Quentin Tarantino soll im kommenden Jahr in die Kinos kommen. „The Hateful Eight“ heißt der Film, um den es zuletzt Ärger gab, weil das Drehbuch im Internet aufgetaucht war.

Regisseur Quentin Tarantino war stinksauer, nachdem das Drehbuch seines neuen Films im Internet aufgetaucht war. ap

Regisseur Quentin Tarantino war stinksauer, nachdem das Drehbuch seines neuen Films im Internet aufgetaucht war.

Los AngelesDer Regisseur Quentin Tarantino (51) will seinen Western „The Hateful Eight“ im kommenden Jahr in die US-Kinos bringen. Das gaben die ausführenden Produzenten Harvey und Bob Weinstein in einem Statement bekannt, aus dem US-Medien am Mittwoch (Ortszeit) zitierten.

Der Western

Der Mythos

Im Mittelpunkt des Western steht der US-amerikanische Mythos der Eroberung, Urbanisierung und Bevölkerung des Westens der Vereinigten Staaten im neunzehnten Jahrhundert. Entsprechende Romanwerke werden meist als Trivialliteratur gewertet.

Der größte Erfolg

Mit einem Einspielergebnis von rund 424 Mio. US-Dollar ist Der mit dem Wolf tanzt der erfolgreichste Western an den Kinokassen, wenn er auch vom genreüblichen Muster des Western abweicht.

Die klassischen Figuren

Der klassische Western ist in seinen handelnden Figuren stark festgelegt. Im Mittelpunkt stehen meist der gute, zuweilen naiv wirkende, aber wehrhafte Cowboy oder Sheriff und sein Konterpart, der skrupellose Bösewicht. Zwischen den Hauptakteuren steht häufig eine Frau, um die ein Kampf zumeist mit Revolvern oder Fäusten ausgetragen wird.

Wiederkehrende Elemente

Auch die Szenerie ist auf wesentliche Elemente festgelegt, etwa Fort oder die kleine Stadt, der Saloon mit Whiskey und Kartenspiel, Planwagentrecks der Siedler, Goldsucher und Trapper, die von Osten nach Westen durch die weite Landschaft sowie Indianerdörfer.

Motive

Wichtige Elemente sind häufig der Bank- oder Postkutschenraub. Am Ende steht meist das Duell Mann gegen Mann mit den Waffen.

Fiktion und Realität

Die Westernhelden und Cowboys, wie sie in Western-Filmen dargestellt werden, sind eine Kunstschöpfung, die nicht nachträglich, sondern im selben Moment erfunden wurden, als ihre Vorbilder im Westen das Land erkundeten.

Varianten des Genres

Karl-May-Filme, DEFA-Indianerfilm (als Konterpart der DDR zu den karl-May-Filmen, Anti-Western (entstanden in den 60er Jahren, arbeitet gezielt gegen die Helden-Klischees), Neo-Western, Italowestern (entstanden in den 60er Jahren als Weiterentwicklung und Persiflage der bestehenden Western, Hauptvertreter ist Sergio Leone), Urban Western (etwa Actionfilme wie WARRIORS, welche in einer „modernen“ Stadt spielen, aber Westernelemente enthalten),

„Wir wissen, dass der Film innovativ, frech und natürlich lustig sein wird – wie alle Quentin-Projekte in der Vergangenheit.“ Die Dreharbeiten sollen im Januar starten.

Der oscarprämierte Filmemacher („Pulp Fiction“, „Django Unchained“) hatte zunächst Abstand von dem Projekt genommen, nachdem das Drehbuch im Internet durchgesickert war. Seine Klage gegen eine Medienfirma scheiterte jedoch, später zog er sie zurück.

Von

dpa

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