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14.02.2012

10:27 Uhr

The Salon, New York

Bäumchen wechsel Dich

Die New Yorker Kunst- und Design-Messe wechselt den Organisator und gibt sich einen neuen Namen. An die Stelle des französischen Messemachers Patrick Perrin rückt der Verband der französischen Antiquitätenhändler. Er wird den kleinen Herbstsalon gemeinsam mit Sandford L. Smith ausrichten.

Christian Deydier, Präsident des französischen Syndicat National des Antiquaires (SNA). Syndicat National des Antiquaires (SNA)

Christian Deydier, Präsident des französischen Syndicat National des Antiquaires (SNA).

ParisErst im November 2011 war der New Yorker Pavillon of Art & Design (PAD New York) an den Start gegangen. Initiatoren waren der Amerikaner Sandford L. Smith und der französische Messeorganisator Patrick Perrin mit seiner Firma SOC. Jetzt wählte Sandford L. Smith einen neuen Partner. Die französisch-amerikanische Messe firmiert zukünftig als „THE SALON: Art+Design/NY“.

Neuer Messe-Organisator ist der Verband französischer Antiquitätenhändler (Syndicat National des Antiquaires, kurz SNA), der in diesem Jahr auch die Antiquitäten-Biennale in Paris ausrichtet. Die nun vom SNA verantwortete New Yorker Kunst- und Designmesse findet vom 8. bis 12. November im Gebäude der The Park Avenue Armory, New York, statt. Teilnehmen dürfen nur die Mitglieder des Verbandes, dem bereits viele Ausländer angehören.

Versuch einer friedlichen Lösung

Patrick Perrin, der seit Jahren mit dem Konzept seines Kunst- und Design-Salons in Paris und London erfolgreich ist, erklärte dazu gegenüber dem Handelsblatt: „Auf Grund unseres Sachkönnens hatten wir die ganze Arbeit (für den PAD 2011) geleistet“.

Sandford L. Smith hält dem Handelsblatt gegenüber entgegen, dass Perrin effektiv die Aussteller-Liste zusammengestellt habe. Er habe aber keineswegs die gesamte Organisation bestritten. Übereinstimmend berichten Perrin und Smith, dass letzterer die Räumlichkeiten der Armory und die Terminierung einbrachte. Auch die geplante Teilung der Gewinne von 50 zu 50 Prozent bestätigen beide ehemaligen Partner. Allerdings habe es nie einen schriftlichen Vertrag gegeben, präzisiert Smith.

Perrin vertraute dem Handelsblatt an, dass er nach seiner ursprünglichen Ankündigung einer Klage gegen Smith (wegen Nichtbezahlung einiger Rechnungen) lieber versuche, eine friedliche Lösung mit Smith auszuhandeln. Auch mit seinen Pariser Kollegen des Antiquitäten-Verbandes wolle er eine gütliche Einigung, da er doch selbst Mitglied des Verbandes sei. Er zöge es vor, sich auf die geplante neue Messe PAD Mailand 2013 zu konzentrieren, unterstreicht der frühere Antiquitätenhändler Patrick Perrin.

Das bedeutet, dass Perrin weder gegen seinen kurzfristigen Partner Smith, noch gegen seine ehemaligen Kollegen des Antiquitäten-Verbandes vorgehen wird, die von der Gelegenheit profitieren und das von Perrin vorbereitete Terrain übernehmen. Smith, der auf seine Erfahrung als jahrzehntelanger Messeorganisator in New York hinweist, fühlte sich im Recht, neue Partner zu suchen, da er keinen Vertrag mit Perrin geschlossen hatte. Er wolle unter keinen Umständen je wieder mit Patrick Perrin zusammenarbeiten.

Die Pariser Art-déco-Spitzengaleristin Cheska Vallois teilte dem Handelsblatt mit, dass die Aussteller während des PAD New York durch ein Schreiben von Smith über das Ende seiner Zusammenarbeit mit Patrick Perrin informiert wurden. Daraufhin unterzeichnete Smith Ende Januar den Vertrag mit dem französischen Antiquitätenhändler-Verband. Die Verhandlungen mit Smith führten Art-déco-Galerist Bob Vallois, Bernoît Sapiro von der Galerie Le Minotaure, Paris und SNA-Präsident Christian Deydier, Paris. 52 Aussteller sollten an der Messe teilnehmen. „Wir exportieren das Qualitätslabel des Verbandes,“ erklärt Deydier.

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