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22.03.2012

17:20 Uhr

Tribute von Panem

Hungerspiele für das Kinovolk

VonThorsten Giersch

Es ist eines der größten Kinoerlebnisse dieses Jahres: Heute startet in Deutschlands Filmsälen der Streifen „Die Tribute von Panem“. Als Buch ein Welterfolg, als Film sehr gut umgesetzt. Die Filmkritik

Jennifer Lawrence als Katniss: Jagen, um die Familie zu ernähren. dapd

Jennifer Lawrence als Katniss: Jagen, um die Familie zu ernähren.

DüsseldorfVerfilmungen von Büchern sind immer so eine Sache – und bei actiongetragenen Jugendromanen allemal. Aber bei „Die Tribute von Panem“ ist das Projekt gelungen. Dieser Kinofilm, der heute startet, lohnt sich nicht nur für die Fans der Bücher. Es ist einer der vielversprechendsten Streifen, die in diesem Kinojahr starten.

Regisseur Gary Ross („Pleasantville“) hat in seiner Adaption des Trilogie-Auftaktes „The Hunger Games“ einen nicht ganz einfachen Spagat bewältigt: einerseits den als Jugendbuch konzipierten Roman so zu gestalten, dass er auch Erwachsene mitzureißen vermag und sich andererseits bei den Kampfszenen mit blutigen Details soweit zurückzuhalten, um eine Jugendfreigabe nicht zu gefährden.

So entstand eine äußerst gelungene Umsetzung der Buchvorlage: Vor einem Jahr ist der letzte Band der Trilogie auf Deutsch erschienen und in der „Spiegel“-Bestsellerliste auf Platz eins geschossen. Die Geschichte spielt in einer nahen und leider nicht unrealistischen Zukunft. Schauplatz der Handlung ist der nordamerikanische Kontinent – vom Rest der Welt ist nicht die Rede. Das Leben ist mit dem heutigen nicht mehr vergleichbar. Wie es genau zur Apokalypse kam spielt gar keine Rolle. Kriege und Umweltkatastrophen haben die Zahl der Einwohner auf wenige Hunderttausend schrumpfen lassen.

Düster ist diese Welt von Panem, so heißt der Kontinent. Hier gibt es keine Freiheit und keine Hoffnung – nur den Hunger. Den Hunger nach Freiheit und Gerechtigkeit, aber zunächst einmal nach etwas zu Essen. Das Land ist unterteilt in zwölf Distrikte und wird beherrscht von einem Despoten namens Präsident Snow, der im „Kapitol“ lebt. Hier ist alles technisiert und rein, während in den zwölf Provinzen die Armut herrscht.

Vor 75 Jahren haben sich die Armen vergeblich gegen die Machthaber erhoben. Zur Strafe veranstaltet das Kapitol einmal im Jahr „Hungerspiele“. Panem et Circenses - wie die Römer einst sagten. 24 Kinder oder Jugendliche fahren zu den Spielen in die „Arena“ – zwei aus jedem Distrikt. Sie werden „Tribute“ genannt. Welches Mädchen und welcher Junge aus jedem Distrikt los müssen, wird per Los entschieden. Nur eines der 24 Kinder überlebt. Wenn es hart kommt, muss man den besten Freund und Nachbarn töten.

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