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30.06.2012

15:47 Uhr

Unesco

Opernhaus Bayreuth wird Weltkulturerbe

Deutschland hat ein Weltkulturerbe mehr: Die Unesco hat das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth in die Liste der besonders schützenswerten Kulturstätten aufgenommen. Auch ein Antrag aus dem Palästinensergebiet wurde angenommen.

Das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth ist jetzt Weltkulturerbe. (Quelle: Bayerische Schlösserverwaltung / Feuerpfeil Verlag) dpa

Das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth ist jetzt Weltkulturerbe. (Quelle: Bayerische Schlösserverwaltung / Feuerpfeil Verlag)

Die Unesco hat das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth als Weltkulturerbe anerkannt. Das Welterbe-Komitee aus 21 Mitgliedern traf die Entscheidung am Samstag in St. Petersburg mehrheitlich.

Über die Aufnahme der kurfürstlichen Residenz in Schwetzingen in die Liste einzigartiger Schätze der Menschheit sollte das Gremium später abstimmen. Anders als für Bayreuth lag für den zweiten deutschen Antrag aber keine Empfehlung von Experten vor.

Auf der 36. Sitzung des Unesco-Welterbekomitees gab es insgesamt mehr als 30 Anträge von Kultur- und Naturstätten. Weltweit am bekanntesten unter den Nominierungen sind die Geburtskirche Jesu Christi und der Pilgerweg in Bethlehem. Es war der erste Antrag der Palästinenser überhaupt - er war am Freitag angenommen worden.

Die Abstimmungen hatten am Freitagmorgen begonnen und dauern bis zu diesem Sonntag. In den vergangenen Tagen hatten Experten aus mehr als 180 Ländern bereits auch über andere Fragen des Welterbes getagt. Im Jahr des 40-jährigen Bestehens der Unesco ist Russland das erste Mal Gastgeber einer solchen Konferenz, die am 6. Juli endet.

Die Entscheidungen im Welterbe-Komitee werden mehrheitlich auf Grundlage von Expertengutachten getroffen. Ausschlaggebend dafür sind der universelle Wert der Stätte sowie ein Plan, der den Erhalt für künftige Generationen sicherstellt.

Auf der Welterbeliste stehen heute mehr als 900 Kultur- und Naturstätten in 153 Ländern, darunter nun 37 in Deutschland. Das Übereinkommen der Unesco zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt wurde 1972 gegründet.

Zu den deutschen Welterbestätten gehören zum Beispiel die Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin, das klassische Weimar oder das Wattenmeer. Ein Denkmal kann von der Welterbeliste auch wieder gestrichen werden - wie im Juni 2009 das Dresdner Elbtal wegen des umstrittenen Baus der Waldschlösschenbrücke.

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