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11.08.2015

14:08 Uhr

Unpainted media art fair

Kunstmesse mit Bits und Bites

VonChristiane Fricke

2014 war München Schauplatz der ersten spezialisierten Medien-Kunstmesse Deutschlands. Im Februar 2016 geht das privat auf die Beine gestellte Start-up in die zweite Runde. Auch jungen innovativen Künstlern will die Messe einen Weg in den Markt bahnen. Diesem Zweck dienen die Förderkojen der Sektion Lab 3.0. Das Geld dafür wird im Internet eingesammelt.

Tanzperformance im Rahmen der Münchener Messe für digitale Kunst, Unpainted media art fair 2014. Quelle: Unpainted

Vergänglich synästhetisch

Tanzperformance im Rahmen der Münchener Messe für digitale Kunst, Unpainted media art fair 2014. Quelle: Unpainted

MünchenZwei Jahre nach der Debüt der „Unpainted media art fair“ geht die Münchener Messe für digitale Kunst unter dem Titelzusatz „reloaded“ ein zweites Mal an den Start. Von „Nachladen“ spricht Messechefin Anette Doms, „weil wir mit neuen Energien und Strukturen starten“. Schauplatz ist vom 19. bis 21. Februar 2016 wieder der Postpalast, der ca. 60 Teilnehmer verkraftet (Bewerbungsfrist 15. Oktober).

Fest steht bereits, dass die privat finanzierte, von Doms und den Sammlern Benedict Rodenstock und Irmin Beck Rodenstock ins Leben gerufene Unpainted wieder ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm auf die Beine stellt. Es soll Performances, Satellitenprojekte, Partys und Workshops bieten, für Doms eine Art von Bildungsarbeit, die eine Messe rund um Digitalkunst leisten müsse: „In fast allen Lebensbereichen kann man heute beobachten, wie die technologische Entwicklung nicht nur neue Freiheiten schafft und Grenzen verschiebt, sondern auch Unsicherheit erzeugt. Wir wollen die drängenden Fragen in unserem Bereich für unsere Besucher beantworten und Klarheit schaffen“, erklärt Doms.

Kommerzielle Erwartungen

Im Prinzip ist die Unpainted damit ähnlich wie die 2003 in Barcelona gegründete „Loop“ aufgestellt, nämlich als Mischung aus Verkaufsplattform und Branchentreffpunkt mit Bildungsanspruch. Das liegt in der Natur der Sache. Denn Medienkunst ist nicht so einfach zu vermarkten wie ein traditionelles Kunstmedium, auch wenn Doms einige Erfolge der Ausgabe von 2014 aufzählen kann.

So hätten bis auf zwei oder drei Ausnahmen alle Galerien „während oder im Anschluss der Messe gut verkauft“. Einige hätten sogar sehr gut verkauft wie die Galerien Steve Turner Contemporary, die Homepages und „lenticular paintings“ von Rafael Rozendaal vermitteln konnte, oder Wolf Lieser (DAM gallery), der vor allem historische Plotterzeichnungen und Offline-Arbeiten von Aram Bartholl veräußerte. Auch die Galerien Tanit, xpo gallery und die Louis Alexander gallery“ zogen laut Doms eine positive Bilanz, während für den Bereich Lab 3.0 immerhin Synergieeffekte notiert werden konnten. So lernte etwa die Galerie Carroll/Fletcher auf der Unpainted die beiden Künstler Kim Asendorf und Ole Fach kennen und nahm sie anschließend in ihr Programm auf.

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