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20.06.2013

18:52 Uhr

Unpainted media art fair

Neue Spezialmesse für Medien-Kunst

VonChristiane Fricke

Internet und mobile Kommunikation sind im Alltag zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Die künstlerische Auseinandersetzung mit neuen Medientechnologien hat auf dem Kunstmarkt dagegen nur langsam Fuß gefasst. Dass sich etwas ändert, signalisiert die Gründung der ersten spezialisierten Medien-Kunstmesse in Deutschland.

Miguel Chevaliers computergestützte Installation "Vague Binaire", 2010 Miguel Chevalier, Vague Binaire, 2010

Miguel Chevaliers computergestützte Installation "Vague Binaire", 2010

DüsseldorfJahrzehntelang spielten mediale und digitale Kunstwerke auf dem Markt eine untergeordnete Rolle. Dafür gibt es eine Reihe guter Gründe, allen voran der nicht enden wollende Kampf um die Erhaltung. Schnelle Innovationszyklen lassen Hard- und Software inzwischen in weniger als zehn Jahren veralten. Dessen ungeachtet spielen analoge und digitale Video- und Netzkunst sowie Installationen mit medialen Komponenten eine nicht mehr zu übersehende Rolle in musealen Sammlungen, einigen wenigen privaten Kollektionen und vor allem in Ausstellungen.

Auf diese Entwicklung reagiert nun die Gründung einer eigenen deutschen Spezialmesse in München, zehn Jahre nach der Gründung der Spezialmesse Loop in Barcelona. Vom 17. bis 20. Januar geht die Unpainted media art fair im historischen Postpalast als zentralem Veranstaltungsort erstmals an den Start. Ca. 50 internationale Galerien sollen sich nach den Vorstellungen von Messemacherin Annette Doms mit historischen bis aktuellen Positionen der Medienkunst beteiligen. Die Auswahl trifft eine zurzeit zehnköpfige Jury, in der u.a. die Frankfurter Video-Galeristin Anita Beckers, Peter Weibel, Direktor des Zentrums für Kunst und Medientechnologie (ZKM), Karlsruhe, Wolf Lieser von der Galerie DAM, Berlin, und der Münchner Sammler Benedict Rodenstock sitzen. Die Bewerbungsfrist endet am 30. September.

Für die bereits im Oktober 2013 in Frankfurt am Main und Umgebung anberaumte erste B3 Biennale für das bewegte Bild haben sich zwölf Galerien, Museen und Ausstellungshäuser zusammengetan (30. Oktober bis 3. November 2013). Die Federführung hat die Hochschule für Gestaltung in Offenbach (HfG). Die Veranstaltung begreift sich als genreübergreifende, internationale Plattform für den Diskurs und die Vernetzung von Film- und Fernsehmachern, Künstlern, Designern, Wissenschaftlern, Technologieanbietern, Branchenteilnehmern und Nachwuchstalenten.

Auch die Art Cologne reagiert auf die gewachsene Bedeutung der Medienkunst. Die kommende Ausgabe vom 10. bis 13. April 2014 wird einen Schwerpunkt auf die Medienkunst legen.

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